WM 2010 – Neues aus dem Velmore Grand Hotel
Na, gut: dann eben doch WM. Eigentlich hatte ich im gestrigen Hotel – Blog Posting ja verkündet, dieses Thema ein wenig niedriger zu hängen doch sind die Meldungen aus Südafrika einfach zu verlockend, um nicht darüber zu schreiben.
Wussten Sie beispielsweise, dass das Deutsche Mannschaftshotel den Charme eines Luftschutzbunkers hat? Böse, böse aber die FAZ beharrt auf dieser Beschreibung und meint zudem, dass das Velmore Grand das ungastlichste Hotel ist, dass sich die deutschen Kicker haben aussuchen können.

Das wohl umstrittenste WM-Mannschaftshotel aller Zeiten: das Velmore Grand in der Nähe von Pretoria.
Das riecht ja schon fast kultverdächtig und vielleicht wird der legendäre “Geist von Malente” jetzt durch den Geist von Velmore Grand ersetzt. Man kann ja nie wissen…
Fakt ist jedoch, dass das Velmore Grand Gegenstand einer Parlamentsdebatte war und dass der Hotelbesitzer offensichtlich gar die Stadtverwaltung erpresst hat. Fakt ist ebenfalls, dass der zusätzliche Hoteltrakt für die deutsche Elf ohne Baugenehmigung errichtet wurde.
Man könnte jetzt auch noch über die Inneneinrichtung in Brauntönen lästern doch widme ich mich lieber dem neuesten Gossip. Beispielsweise den immerhin 2.500 Zuschauern, die das erste Training der Löw- Truppe bejubelten. Okay: erwartet wurden 20.000 Menschen aber das kann ja noch werden.
Oder die T-Shirts mit “Yebo”- Aufschrift, die Schweinsteiger, Klose und Co. demonstrativ zur Schau trugen. Yebo kommt aus der Zulu- Sprache und bedeutet soviel wie “ja”.
Ja musste auch die Küche des Velmore Grand sagen. Und zwar zum spontanen Einkauf von 132 Eiern. Diese fehlten laut einem Bericht der “Welt” und mussten erst noch besorgt werden. Wie sagte es Oliver Kahn einst: “Eier, wir brauchen Eier”. Haben Sie ja bekommen.
Außerhalb des Hotels wird man die Fußballer ohnedies niemals antreffen, denn die Umgebung gilt als zu unsicher. In unmittelbarer Nachbarschaft des Hotels stehen laut Frankfurter Rundschau fast 100 Altkleidercontainer, alle paar Kilometer finden sich Schilder mit der Aufschrift “Highjacking Hotspot” (Highjacking bedeutet Entführung).
So kommt es nicht von ungefähr, dass der DFB- Tross vom Bundeskriminalamt geschützt wird. Richtig gelesen: Deutsche Polizisten kümmern sich um die Sicherheit oder um es mit der “Bild” zu formulieren:
Deutsche Beamte assistieren den südafrikanischen Kollegen, um für die größtmögliche Sicherheit zu sorgen.
Da bleibt viel Zeit innerhalb der Hotelmauern. Doch vielleicht findet sich da der eine oder andere Sportler, dem die Einrichtung zusagt. Wenn ja, dann sei der Artikel auf der Internetseite des “Living at Home” angeraten. Hier finden sich nicht nur zahlreiche Fotos – es werden auch Tipps und Kaufadressen gegeben, damit man selbst im Velmore Grand Style leben kann.
Yebo!
Tags: Deutschland, Fußball, Luxushotel, Südafrika, Velmore Grand Hotel, WM 2010
Mister Wong
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