Zu Gast bei Bonaparte: das Shangri-La Hotel Paris
Ein bisschen Goethe, ein bisschen Bonaparte – der Refrain des beliebten France Gall Schlagers aus den späten 60er Jahren trifft zumindest in Teilen auf das geplante Shangri-La Hotel Paris zu. Nein, natürlich ist hier nicht Goethe gemeint, denn der kam nie bis Paris, sondern Bonaparte, in dessen Haus das neue Hotel seine Pforten öffnet.
Es sollte allerdings eingeräumt werden, dass es sich beim vormaligen Hausbesitzer nicht um DEN Bonaparte, Napoleon mit Vornamen handelt, sondern um dessen Großneffen, Roland Bonaparte, der das herrschaftliche Gebäude im Jahr 1896 errichten ließ. Glamourös ist es trotzdem und noch dazu mitten in Paris.
Da ist allein der Blick aus den Fenstern, der neben dem obligatorischen Tour Eiffel auch die Seine, Les Invalides sowie Louvre und Montmartre ins Blickfeld rücken lässt. Da ist aber auch der umgebende Garten, den der Landschaftsarchitekt Louis Benech zu einer Oase der Ruhe umwandeln wird. Und zuletzt sei bemerkt, dass das Shangri-La Hotel Paris vom Stararchitekten Richard Martinet und dem Innendesigner Pierre-Yves Rochon gestaltet bzw. umgebaut wurde.
In punkto Luxus werden die zu erwartenden Gäste wohl wenige bis keine Abstriche machen müssen: Dekor im Stil des Empire, Badezimmer aus echtem Marmor und ein umfangreicher Spa-Bereich mit einem 16 Meter Pool sowie Fitness- und Beauty-Räumen sorgen für Wohlbefinden. Dazu werden unter einer Glaskuppel gleich zwei Top-Restaurants Platz finden: eines, das sich der französischen Küche widmet und – sozusagen als Kontrastprogramm – ein Chinese, der mit authentischer kantonesischer Küche aufwartet.
Ich bin mal gespannt, ob diese hochfliegenden Pläne allesamt eins zu eins umgesetzt werden, denn noch dauert es ein paar Monate bis das Hotel eröffnet. Einen Vorgeschmack gab es jedoch schon bei (Um-)baubeginn 2006. Damals hieß es in einer Pressemitteilung:
Von der Auffahrt blickt man auf eine Fassade mit reich verziertem Gitterwerk. Drinnen gibt es original erhaltene Treppenaufgänge, Kamine, Parkett- und Marmorböden, sieben Meter hohe Decken, Kronleuchter, Spiegel, Deckenfresken, vergoldete Ornamente, Wappen mit den Insignien der Bonapartes, Gemälde und Statuen.
2010 werden auch die ersten Gäste in den Genuss dieses Anblicks kommen.
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Tags: Cityhotel, Frankreich, Hotel, Luxushotel, Paris, Shangri-La Hotel Paris

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