Von Hotels und Türmen

Keine Sorge: ich fange jetzt nicht mit dem Turmbau zu Babel an und auch das Thema Finanzkrise soll in diesem Posting nur eine untergeordnete Rolle spielen. Doch angesichts des momentanen Trends, Hotels immer höher werden zu lassen, kommen mir doch gelegentliche Zweifel.

Beherbergt mit dem Grand Hyatt Shanghai eines der höchsten Hotels der Welt: der Jin-Mao-Tower.

Beherbergt mit dem Grand Hyatt Shanghai eines der höchsten Hotels der Welt: der Jin-Mao-Tower.

Diese Zweifel werden dann auch von einem Artikel in der Internetausgabe der “Welt” genährt, wo es angesichts der momentanen Wirtschaftssituation heißt:

Da klingt es geradezu verrückt, dass sich ein Trend auch in diesen schlechten Zeiten, ohne Abschwächung, hält: Hoteltürme mit Gästezimmern in schwindelerregender Höhe, am besten über den Wolken, wachsen auch weiterhin in den Himmel.

Beispiele für dieses vertikale Wachstum gibt es viele. In Shanghai heißt das dazugehörige “Hotel Grand Hyatt Shanghai” und befindet sich zwischen den Stockwerke 53 und 87 im gigantischen Jin Mao Tower. Dieser ist satte 420 Meter hoch und damit noch nicht einmal in der chinesischen Metropole an Nummer Eins.

Gleich gegenüber können Gäste nämlich im namensverwandten “Park Hyatt Shanghai” logieren, das auf den Etagen 79 bis 93 und im 492 Meter hohen World Financial Centre residiert.

Bleiben wir noch eine Weile in China, denn auch im ehemals britischen Hongkong wachsen die Hotelträume in den Himmel. Die Rede ist Ritz-Carlton Hongkong Kowloon, das im Jahr 2010 eröffnet werden soll. Und da einerseits der Wolkenkratzer satte 480 Meter messen wird, das Hotel andererseits die obersten Etagen (102 bis 118) belegen wird, könnte man getrost von einem neuen Weltrekord sprechen.

Es fragt sich nur, wie lange, denn die Pläne für Wolkenkratzer jenseits des halben Kilometers sind bereits geschrieben.

[Foto: Billatq | Wikipedia.de]

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2 Antworten zu “Von Hotels und Türmen”

  1. Gravatar von Olaf

    Olaf sagt:


    Imposant! Großartig! 492 Meter? wow! Eiffelturm ist circa 330! Könnt ihr sich das vorstellen?

  2. Gravatar von Kassandra

    Kassandra sagt:


    Bitte bei der ganzen Euphorie nicht vergessen – auch im 60. Stock hört man den Strassen oder Baulärm.
    Hoch ist das schon, aber das Knacken in den Ohren, wenn man Farhstuhl fährt ist auch beeindruckend. Nicht zu vergessen die Aussicht im 87. Stock bei der Bar.

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