Literarisch: Hotel Wedina in Hamburg
Ginge es darum, eine Liste “literarischer” Hotels zu erstellen, würden vermutlich Namen wie das Chelsea Hotel in New York oder die anderer “usual suspects” aus Paris, London und Berlin fallen. Doch anders als bei den Legenden vergangener Zeiten, ist das Hotel Wedina in Hamburg nachwievor lebendiger Treffpunkt der internationalen Literaturszene.
Unweit des Hauptsbahnhofs aber eben auch unweit des Uhlenhorster Literaturhauses gelegen, werden Schriftsteller im Wedina kostenlos einquartiert, wenn sie denn dann im Literaturhaus lesen.
Und dieses Modell scheint sich etabliert zu haben, wenn man einen Blick auf die bisherige Gästeliste wirft. Illustre Namen wie Rafik Schami, Martin Walser, T.C. Boyle oder Kenzaburo Oe haben sich hier schon ins Gästebuch eingetragen und eines der insgesamt vier Häuser bewohnt.
Die Einrichtung im roten, blauen, gelben und grünen Haus, die allesamt in Gurlittstraße oder Koppel liegen, sind individuell und
Felicitas Hoppe gestand, dass sie sich im Inneren des verschachtelten Hauses immer als ein Chamäleon wünsche; Harald Martenstein dagegen kämpfte tapfer gegen die Idee an, als erster Gast das “Wedina” mal zu kräftig zu schmähen, auch um als neue, interessante und zornige Stimme wahrgenommen zu werden.
So geschehen auf der 10-jährigen Jubiläumsfeier, über die die Tageszeitung “Die Welt” berichtete.
Hier findet sich dann auch eine Art virtueller Streifzug durch die Gebäude, in dem kein Zimmer dem anderen gleicht.
Übrigens: das Hotel Wedina kann natürlich auch von Nicht- oder Noch-Nicht-Literaten gebucht werden. Ein Doppelzimmer gibt es ab 118 Euro und wer weiß: vielleicht werden Hotelgäste in dieser Umgebung ja schon bald von der Muse geküsst.
Tags: Hotel, Hotel Wedina, Hotel Wedina Hamburg, Literaturhotel, St. Georg

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