Die Deutschen und ihre Traumhotels

Hotels und Träume – diese beiden Begriffe hängen seit eh und je zusammen. Das mag damit zusammenhängen, dass wir gerade die luxuriösen Häuser vielfach im Zusammenhang mit Prominenten präsentiert bekommen oder einfach an dem unerreichbaren Luxus den ein 5-Sterne-Hotel ausstrahlt.

Halten wir fest: es gibt wohl kaum jemanden, der nicht von der Übernachtung in einem bestimmten Luxushotel träumt und würden wir spontan nach unserem Traumhotel gefragt, so wüssten die meisten direkt eine Antwort.

Was aber sind die momentanen Top Five der Traumhotels? Das Reiseportal Lastminute hat genau diese Frage gestellt und liefert interessante Ergebnisse.

Traum aus 1001 Nacht - das Hotel Burj Al Arab gilt als Traumhotel der Deutschen.

Traum aus 1001 Nacht - das Hotel Burj Al Arab gilt als Traumhotel der Deutschen.

Befragt wurden mehr als 1.000 Personen und das Ergebnis hat mich ehrlich gesagt ein wenig überrascht. So finden sich laut RP Online gleich drei Nobelherbergen in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Vielleicht hat das mit den Märchen aus 1.001 Nacht zu tun oder lediglich mit der immerwährenden Berichterstattung über neue Superlative. Fest steht auf jeden Fall, dass das Hotel Burj al Arab die unangefochtene Nummer Eins und somit DAS Traumhotel der Deutschen ist.

Sage und schreibe 25 Prozent der Befragten gaben das Haus mit den gigantischen Sonnensegeln als Ziel aller Träume an. Ob das an den imaginären sieben Sternen liegt? Oder an der verschwenderischen Ausstattung, in der Gold und Marmor die wohl am meisten verwendeten Baustoffe sind? Schwer zu beurteilen doch scheint der Fokus hier mehr auf Hochpreisigkeit und weniger auf Ambiente und Charme zu liegen.

Bleiben wir in den Vereinigten Arabischen Emiraten, denn auch das Atlantis The Palm konnte sich mit Platz Drei in den “Charts” platzieren. Letzlich könnte man hier ähnliches sagen wie zum Burj Al Arab: der Traum ist auf Wüstensand gebaut und mit sage und schreibe 1000 Zimmern ist auch in diesem Hotel wenig Initimität und Persönlichkeit zu spüren.

Dafür wird den Gästen ein gigantischer Freizeitpark geboten, bei dem man sogar mit Delfinen schwimmen kann. Und genau das scheint unseren Landsleuten zu gefallen.

Abgerundet wird die Liste der arabischen Luxushotels mit dem Emirates Palace in Abu Dhabi. Was soll ich sagen? Dasselbe Prinzip: neues Hotel, jede Menge Prunk und Pracht und wenig Geschichte.

Was fehlt sind die Plätze Zwei und Vier und hier kommen endlich auch Häuser aus der guten alten Zeit zum Zuge.

Platz Zwei mit neun Prozent der Nennungen: das Hotel Adlon Kempinski in Berlin. Hier reichen sich Luxus und Geschichte die Hand und in den letzten 100 Jahren trugen sich bereits Persönlichkeiten wie Albert Einstein, Thomas Mann, der ehemalige US-Präsident George W. Bush oder die englische Queen in das Gästebuch ein.

Noch legendärer geht es auf dem vierten Platz zu. Denn hier wurde kein konkretes Hotel sondern nur ein Name genannt. Bei Ritz ist es augenscheinlich egal, wo sich das Hotel befindet. Der Name allein lädt zum Träumen ein und das mit Recht: schließlich gilt Namensgeber Cesar Ritz als einer der Erfinder des Luxushotels.

Doch egal, in welchem der fünf genannten Hotels oder Hotelketten man übernachten möchte – die Erfüllung der Träume dürfte stets eine ganze Menge Geld kosten.

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