Airporthotels oft besser als ihr Ruf?
Als wir vor einigen Wochen über das neue Airporthotel Düsseldorf berichteten, da war in diesem Kontext von fehlender Individualität und dem Schema “F” (für Flughafen?) die Rede. Das neue Düsseldorfer Hotel bildete entsprechend des Artikels eine Ausnahme doch habe ich mich angesichts der Fülle an neuen Flughafenhotels gefragt, ob es nicht noch mehr individuelle Häuser gibt.
Doch bleiben wir zunächst einmal bei den aktuelle Neuzugängen. Im bereits erwähnten Düsseldorfer Hotel gaben sich eine Menge Prominenter ein Stelldichein und feierten den so ganz anderen Hotel-Neuzugang.

Tendenziell trist: die Hotellandschaft an Flughäfen ändert sich nur langsam, hat aber mehr und mehr Individualität zu bieten.
Wie die Rheinische Post berichtet, waren unter anderem TV-Legende Jean Pütz und zahlreiche bekannte Personen aus der Düsseldorfer Wirtschaft und Kultur zu Gast.
Düsseldorf bleibt derzeit jedoch eine Ausnahme, denn schon von der Eröffnung des neuen Airport-Hotels Rezidor in Oslo mit 300 Zimmern findet sich lediglich eine Randnotiz bei Touristik Aktuell und auch das Parkhotel Stuttgart Messe-Airport, das im Januar 2011 seine Pforten öffnet, soll laut AHGZ eher ein konventionelles 4-Sterne-Haus sein. Wir erfahren jedoch, dass das schwäbische Hotel mit eigenständiger und erlesener Ausstattung von sich reden machen möchte und in punkto Energieverbrauch vorbildlich sein soll. Ein weiterer Sympathiefaktor ist in meinen Augen, dass es sich hier um ein Familienunternehmen handelt und nicht um einen der “Big Player” im Konzert der Airporthotels.
Kommen wir nun zu den bestehenden und wirklich besonderen Airporthotels. Hierzu finden sich lediglich im englischsprachigen Raum ergiebige Artikel, so unter anderem bei MSNBC.
Go ahead, miss that connection! lautet die Unterzeile der Überschrift und wenn ich mir die vorgestellten Hotels genau ansehe, so kommt man dort in der Tat eher an als dass man sich auf eine Reise machen möchte.
Beispiel Eins steht in Hongkong und hört auf den Namen Regal Airport Hotel Hong Kong. Und ja: es ist ein Flughafenhotel und kein Inselressort, wenngleich man dies angesichts der beiden Swimmingpools, des blühenden Innengartens und des einladenden Spa-Bereich vermuten könnte.
Das zweite Beispiel steht in London und am dortigen Flughafen Stanstead. Zwar ist das Radisson SAS ein typisches Hotelketten-Hotel doch findet sich im Inneren ein 13 Meter hoher Weinturm mit mehr als 4.000 Flaschen. Und diese werden von fliegenden bzw. an Kabeln hängenden Wein-Engeln auf Wunsch ausgewählt und kredenzt. Das klingt eher nach einer Gourmetreise nach Frankreich als nach einer schnöden FLughafenunterkunft.
Überhaupt ist “schnöde” ein Stichwort, was neuerdings nicht mehr passt. Mehr und mehr Airporthotels setzen auf Luxus und das Münchner Kempinski Airport Hotel machte hier den Anfang. Das Hotel wurde vom Stararchitekten Helmut Jahn gestaltet und in Frankfurt durfte sich der Mailänder Matteo Thun am Radisson SAS Flughafenhotel “austoben”.
Bloombergs Businessweek widmet dem Thema ebenfalls einen eigenen Artikel und präsentiert gar eine Art Rangliste. Mit dabei sind das Westin Baltimore Washington Hotel, das Grand Hyatt in Dallas sowie das Los Angeles Custom Hotel.
Die genannten Hotels können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die meisten bestehenden Hotels an Flughäfen nach wie vor wenig einladend sind. Doch das ist gerade im Begriff, sich zu ändern.
Foto: Mikano 2003 / Wikipedia
Tags: Airport, Airporthotel, Berlin, Düsseldorf, Flughafen, FLughafenhotel, Hotelkette, Luxushotel
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Alpen sagt:
Airporthotels sind genau das: Airporthotels. Mehr kann und darf man nicht erwarten!
24. Oktober 2010 um 14:22