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	<title>Hotel-Blog.de &#187; Beiträge von Helge Sobik auf Hotel-Blog.de</title>
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	<description>Neues aus der Welt der Hotels</description>
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		<title>Das Hotel als Kaufhaus</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Aug 2009 08:22:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helge Sobik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Hotel als Kaufhaus -Tee und Marmelade, Bettw&#228;sche und M&#246;bel mit und ohne Hotel-Logo: wie G&#228;ste sich ihre Herbergen nach hause holen k&#246;nnen- Die M&#246;beltischler auf der indonesischen Insel Lombok haben gut zu tun, zimmern edle Truhen und Kommoden, stilvolle Schr&#228;nkchen, eindrucksvolle Esstische, drechseln Stuhlbeine, bauen ganze Betten zusammen &#8211; alles im Auftrag des The [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"><strong>Das Hotel als Kaufhaus</strong></div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"><strong>-Tee und Marmelade, Bettw&#228;sche und M&#246;bel mit und ohne Hotel-Logo: wie G&#228;ste sich ihre Herbergen nach hause holen k&#246;nnen-</strong></div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"><strong>Die M&#246;beltischler auf der indonesischen Insel Lombok haben gut zu tun, zimmern edle Truhen und Kommoden, stilvolle Schr&#228;nkchen, eindrucksvolle Esstische, drechseln Stuhlbeine, bauen ganze Betten zusammen &#8211; alles im Auftrag des The Oberoi Lombok. Dabei ist das F&#252;nf-Sterne-Resort l&#228;ngst vollst&#228;ndig eingerichtet und leidet weder im &#220;berma&#223; an Schwund noch an Zerfall des Inventars. Die Tischler haben so viel zu tun, weil den G&#228;sten die Einrichtung so gut gef&#228;llt &#8211; und sie das Mobiliar ihres Zimmers auf dem Umweg &#252;ber das Hotel f&#252;r zuhause ordern und sich nach &#220;bersee liefern lassen. Ein Trend, der weltweit um sich greift: das Hotel als exklusives Kaufhaus.</strong></div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"><strong>Dabei wollen Hoteliers eigentlich &#220;bernachtungen verkaufen, vielleicht ein Lebensgef&#252;hl, nicht aber prim&#228;r Tee, Pralinen, Geb&#228;ck, D&#252;fte oder gar Mobiliar. Umso besser f&#252;r sie, wenn das Ambiente derart stimmig ist, das G&#228;ste Teile dieses inszenierten Wohlgef&#252;hls ins Privatquartier &#252;bertragen wollen und fortan nebenbei jeden Morgen auf den goldenen L&#246;wenkopf starren, wenn sie Tee aus der Ritz-Carlton-Dose aufgie&#223;en, beim Biss in die Schokoladentafel ein Bildchen vom Adlon sehen und die fruchtig-scharfe „XO“-China-Sauce das Logo von Peninsula ziert. Oder noch besser: daheim am Oberoi-Esstisch speisen oder in einem Four Seasons-Bett schlafen.</strong></div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"><strong>Das kann im Einzelfall so weit gehen wie im „Rosewood Dharmawangsa“ in Djakarta, wo die Auswahl des Innenarchitekten betuchte G&#228;ste aus &#220;bersee derart &#252;berzeugt hat, dass sie sich die komplette Einrichtung der Pr&#228;sidentensuite haben nachbauen lassen &#8211; obwohl es keinen offensiven Verkauf und keine Preisschilder an den Zimmerm&#246;beln gibt. Zum Hotel  „Hawksmoor House“ in S&#252;dafrika geh&#246;rt deshalb inzwischen sogar ein eigenes Antiquit&#228;tengesch&#228;ft, &#252;ber das fast jeder Einrichtungsgegenstand der G&#228;stezimmer bestellt werden kann.</strong></div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"><strong>Auch im Kleinen boomt das unerwartete Zusatzgesch&#228;ft: Das Hotel „Montana“ in Luzern muss urspr&#252;nglich exklusiv f&#252;r das Hotel entworfene Art Deco-Lampen inzwischen in Serie fertigen lassen, um der Nachfrage gerecht zu werden.</strong></div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"><strong>Immer &#246;fter erkundigen sich inzwischen Urlauber wie Gesch&#228;ftsreisende auch nach der Marke des Dusch-Gels im Bad, fragen nach der Tee-Sorte, der Fr&#252;hst&#252;cksmarmelade oder bitten um die Kontaktadresse des Herstellers der Hotel-Bettw&#228;sche: Da liegt es nahe, all diese Waren direkt im Hotel weiterzuverkaufen oder auf Bestellung an die G&#228;ste zu versenden &#8211; als Kundenbindungsinstrument und vor allem, um daran zu verdienen. Immer mehr Hotels lassen sich deshalb auf die Marktl&#252;cke ein, sind immer findiger in der Produktauswahl, verkaufen Lifestyle als werbewirksames Andenken f&#252;r zuhause. Dabei steht das Hotellogo nicht mehr als Statussymbol, nicht als vorzeigbare Wohlstandstroph&#228;e, sondern es geht mehr denn je um das Produkt dahinter: um Kosmetik, Food, aber auch um M&#246;bel und Design.</strong></div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"><strong>Von so einer Situation tr&#228;umen Marketingstrategen: Kunden integrieren eine Marke in den eigenen Haushalt, die daf&#252;r eigentlich gar nicht gedacht war.</strong></div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"><strong>Begonnen hatte alles mit den Matratzen. Sie sind bei den gro&#223;en Luxushotel-Ketten, die h&#228;ufig eigene Modelle f&#252;r alle ihre H&#228;user entwickeln und anfertigen lassen, der Nachfrage-Schlager: Ab 560€ kostet eine Original-Four Seasons-Hotelmatratze zuz&#252;glich Lieferung. F&#252;r den Vertrieb ist das Four Seasons Canary Wharf in London zust&#228;ndig. Hyatt liefert derweil Daunendecken, Bettw&#228;sche und Kopfkissen weltweit, das „Grand Bed“ bislang exklusiv in Nordamerika. Jumeirah-Hotels will im eigenen Online-Shop unterdessen nicht nur Original-Burj al Arab-Badem&#228;ntel, sondern gleichziehen und in K&#252;rze auch die spezialangefertigten Matratzen des Dubaier Sieben-Sterne-Hotels vertreiben.</strong></div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"><strong>Keinem zweiten Unternehmen ist es unterdessen bislang gelungen, ein derart breites Produktsortiment jenseits der Hotellerie zu etablieren wie der schweizerischen M&#246;venpick-Gruppe. Der gute Ruf der gleichnamigen Lebensmittel f&#246;rdert seit Jahren das Image der Hotelkette &#8211; und umgekehrt. Sprecher Alain Gozzer aus der Z&#252;rcher Zentrale: „Viele Erstkunden in unseren Hotels sind schon seit Jahren mit Produkten unserer Fine Foods Division vertraut und &#252;bertragen dieses Image von hoher Qualit&#228;t und schweizerischer Herkunft auch als Eigenschaften auf die M&#246;venpick Hotels &amp; Resorts.“ Das Co-Branding tr&#228;gt die Marke in ein Umfeld, das sie anders kaum erreichen w&#252;rde.</strong></div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"><strong>&#220;ber die H&#246;he des zus&#228;tzlichen Umsatzes mit Branding-Produkten ganz unabh&#228;ngig von Marketingerfolg und Imagegewinn schweigen sich die meisten Unternehmen aus. Ausnahme ist Peninsula Hotels, deren 2005 gegr&#252;ndetes Tochterunternehmen Peninsula Merchandising Limited im vergangenen Jahr einen Umsatz von stattlichen 76 Millionen US-Dollar erwirtschaftet hat. Die Hotelgruppe spricht von einem „sehr erfolgreichen Marketingfaktor“ und baut das Nischengesch&#228;ft gezielt aus. Neben dem eigenen online-Shop gibt es insgesamt 19 Ladengesch&#228;fte als „Pensinsula Boutique“ &#8211; teils in den Hotels, teils in Shopping-Malls. Neben Schokolade, Pralinen, Marmelade, Tee und Kaffee werden dort auch die Beauty-Produkte der hauseigenen Lifestyle-Linie „Peninsula Wellness“ verkauft. Allein in der Hotelboutique des Flaggschiffs der Gruppe in Hongkong gehen unterdessen pro Tag 33 Kilo hausgemachter Schokolade mit Hotel-Branding &#252;ber den Ladentisch. Das entspricht 12.000 Kilo im Jahr: kein schlechtes Zusatzgesch&#228;ft.</strong></div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"><strong>Helge Sobik © 2008</strong></div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"><strong>&#8212;dieser Beitrag ist urheberrechtlich gesch&#252;tzt&#8212;</strong></div>
<p><strong>Das Hotel als Kaufhaus - Tee und Marmelade, Bettw&#228;sche und M&#246;bel mit und ohne Hotel-Logo: wie G&#228;ste sich ihre Herbergen nach hause holen k&#246;nnen.</strong></p>
<p>Die M&#246;beltischler auf der indonesischen Insel Lombok haben gut zu tun, zimmern edle Truhen und Kommoden, stilvolle Schr&#228;nkchen, eindrucksvolle Esstische, drechseln Stuhlbeine, bauen ganze Betten zusammen &#8211; alles im Auftrag des The Oberoi Lombok.</p>
<div id="attachment_1752" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/08/peninsula_CN091003_01_L.jpg" rel="lightbox[1746]"><img class="size-medium wp-image-1752" title="The Peninsula X.O. Chilli Sauce" src="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/08/peninsula_CN091003_01_L-300x300.jpg" alt="F&#252;r 39 US $ gibt es die Peninsula X.O. Chilli Sauce - &#252;ber 76 Millionen (!) US-Dollar Umsatz macht die Peninsula Group damit." width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">F&#252;r 39 US $ gibt es die Peninsula X.O. Chilli Sauce - &#252;ber 76 Millionen (!) US-Dollar Umsatz macht die Peninsula Group damit im Jahr.</p></div>
<p>Dabei ist das F&#252;nf-Sterne-Resort l&#228;ngst vollst&#228;ndig eingerichtet und leidet weder im &#220;berma&#223; an Schwund noch an Zerfall des Inventars. Die Tischler haben so viel zu tun, weil den G&#228;sten die Einrichtung so gut gef&#228;llt &#8211; und sie das Mobiliar ihres Zimmers auf dem Umweg &#252;ber das Hotel f&#252;r zuhause ordern und sich nach &#220;bersee liefern lassen. Ein Trend, der weltweit um sich greift: das Hotel als exklusives Kaufhaus.</p>
<p><span id="more-1746"></span></p>
<p>Dabei wollen Hoteliers eigentlich &#220;bernachtungen verkaufen, vielleicht ein Lebensgef&#252;hl, nicht aber prim&#228;r Tee, Pralinen, Geb&#228;ck, D&#252;fte oder gar Mobiliar. Umso besser f&#252;r sie, wenn das Ambiente derart stimmig ist, das G&#228;ste Teile dieses inszenierten Wohlgef&#252;hls ins Privatquartier &#252;bertragen wollen und fortan nebenbei jeden Morgen auf den goldenen L&#246;wenkopf starren, wenn sie Tee aus der Ritz-Carlton-Dose aufgie&#223;en, beim Biss in die Schokoladentafel ein Bildchen vom Adlon sehen und die fruchtig-scharfe „XO“-China-Sauce das Logo von Peninsula ziert. Oder noch besser: daheim am Oberoi-Esstisch speisen oder in einem Four Seasons-Bett schlafen.</p>
<div id="attachment_1753" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/08/jumeirah_collection.jpg" rel="lightbox[1746]"><img class="size-medium wp-image-1753" title="jumeirah_collection" src="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/08/jumeirah_collection-300x250.jpg" alt="Jumeirah-Hotels vertreibt im eigenen Online-Shop nicht nur Original-Burj al Arab-Badem&#228;ntel, sondern auch die spezialangefertigten Matratzen des Dubaier Sieben-Sterne-Hotels." width="300" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Jumeirah-Hotels vertreibt im eigenen Online-Shop nicht nur Original-Burj al Arab-Badem&#228;ntel, sondern auch die spezialangefertigten Matratzen des Dubaier Sieben-Sterne-Hotels.</p></div>
<p>Das kann im Einzelfall so weit gehen wie im „Rosewood Dharmawangsa“ in Djakarta, wo die Auswahl des Innenarchitekten betuchte G&#228;ste aus &#220;bersee derart &#252;berzeugt hat, dass sie sich die komplette Einrichtung der Pr&#228;sidentensuite haben nachbauen lassen &#8211; obwohl es keinen offensiven Verkauf und keine Preisschilder an den Zimmerm&#246;beln gibt. Zum Hotel  „Hawksmoor House“ in S&#252;dafrika geh&#246;rt deshalb inzwischen sogar ein eigenes Antiquit&#228;tengesch&#228;ft, &#252;ber das fast jeder Einrichtungsgegenstand der G&#228;stezimmer bestellt werden kann.</p>
<p>Auch im Kleinen boomt das unerwartete Zusatzgesch&#228;ft: Das Hotel „Montana“ in Luzern muss urspr&#252;nglich exklusiv f&#252;r das Hotel entworfene Art Deco-Lampen inzwischen in Serie fertigen lassen, um der Nachfrage gerecht zu werden.</p>
<div id="attachment_1757" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/08/hyatt-grand-bed.jpg" rel="lightbox[1746]"><img class="size-medium wp-image-1757 " title="hyatt grand bed" src="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/08/hyatt-grand-bed-300x300.jpg" alt="Die Betten sind bei Hyatt, hier das Hyatt Grand Bed, wie auch bei vielen Hotelgesellschaften ein Renner." width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Die Betten sind bei Hyatt, hier das Hyatt Grand Bed, wie auch bei vielen Hotelgesellschaften ein Renner. Das Luxus-Modell California King in 72&quot; x 84&quot;erh&#228;lt man f&#252;r schlappe 1,550 US $.</p></div>
<p>Immer &#246;fter erkundigen sich inzwischen Urlauber wie Gesch&#228;ftsreisende auch nach der Marke des Dusch-Gels im Bad, fragen nach der Tee-Sorte, der Fr&#252;hst&#252;cksmarmelade oder bitten um die Kontaktadresse des Herstellers der Hotel-Bettw&#228;sche: Da liegt es nahe, all diese Waren direkt im Hotel weiterzuverkaufen oder auf Bestellung an die G&#228;ste zu versenden &#8211; als Kundenbindungsinstrument und vor allem, um daran zu verdienen. Immer mehr Hotels lassen sich deshalb auf die Marktl&#252;cke ein, sind immer findiger in der Produktauswahl, verkaufen Lifestyle als werbewirksames Andenken f&#252;r zuhause. Dabei steht das Hotellogo nicht mehr als Statussymbol, nicht als vorzeigbare Wohlstandstroph&#228;e, sondern es geht mehr denn je um das Produkt dahinter: um Kosmetik, Food, aber auch um M&#246;bel und Design.</p>
<p>Von so einer Situation tr&#228;umen Marketingstrategen: Kunden integrieren eine Marke in den eigenen Haushalt, die daf&#252;r eigentlich gar nicht gedacht war.</p>
<div id="attachment_1755" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/08/hyatt-at-home.jpg" rel="lightbox[1746]"><img class="size-medium wp-image-1755 " style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; padding: 0px;" title="hyatt at home" src="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/08/hyatt-at-home-300x209.jpg" alt="Hyatt at Home - Online Shop der Hyatt Hotels. Die Betten sind wie bei vielen Hotelgesellschaften ein Renner." width="300" height="209" /></a><p class="wp-caption-text">Hyatt at Home - Online Shop der Hyatt Hotels. Die Betten sind wie bei vielen Hotelgesellschaften mehr ein echter Renner denn ein Penner.</p></div>
<p style="text-align: center; ">
<dt class="wp-caption-dt"></dt>
<p>Begonnen hatte alles mit den Matratzen. Sie sind bei den gro&#223;en Luxushotel-Ketten, die h&#228;ufig eigene Modelle f&#252;r alle ihre H&#228;user entwickeln und anfertigen lassen, der Nachfrage-Schlager: Ab 560€ kostet eine Original-Four Seasons-Hotelmatratze zuz&#252;glich Lieferung. F&#252;r den Vertrieb ist das Four Seasons Canary Wharf in London zust&#228;ndig. <a href="http://www.hyattathome.com">Hyatt</a> liefert derweil Daunendecken, Bettw&#228;sche und Kopfkissen weltweit, das „Grand Bed“ bislang exklusiv in Nordamerika. Jumeirah-Hotels will im eigenen <a href="http://jumeirahcollection.com/default.aspx">Online-Shop</a> unterdessen nicht nur Original-Burj al Arab-Badem&#228;ntel, sondern gleichziehen und in K&#252;rze auch die spezialangefertigten Matratzen des Dubaier Sieben-Sterne-Hotels vertreiben.</p>
<p>Keinem zweiten Unternehmen ist es unterdessen bislang gelungen, ein derart breites Produktsortiment jenseits der Hotellerie zu etablieren wie der schweizerischen M&#246;venpick-Gruppe. Der gute Ruf der gleichnamigen Lebensmittel f&#246;rdert seit Jahren das Image der Hotelkette &#8211; und umgekehrt. Sprecher Alain Gozzer aus der Z&#252;rcher Zentrale: „Viele Erstkunden in unseren Hotels sind schon seit Jahren mit Produkten unserer Fine Foods Division vertraut und &#252;bertragen dieses Image von hoher Qualit&#228;t und schweizerischer Herkunft auch als Eigenschaften auf die M&#246;venpick Hotels &amp; Resorts.“ Das Co-Branding tr&#228;gt die Marke in ein Umfeld, das sie anders kaum erreichen w&#252;rde.</p>
<div id="attachment_1754" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/08/peninsula_boutique.jpg" rel="lightbox[1746]"><img class="size-medium wp-image-1754 " style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; padding: 0px;" title="peninsula_boutique" src="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/08/peninsula_boutique-300x222.jpg" alt="Die Online-Boutique der Peninsula Hotels &amp; Resorts." width="300" height="222" /></a><p class="wp-caption-text">Die Online-Boutique der Peninsula Hotels &amp; Resorts.  </p></div>
<p style="text-align: justify;">&#220;ber die H&#246;he des zus&#228;tzlichen Umsatzes mit Branding-Produkten ganz unabh&#228;ngig von Marketingerfolg und Imagegewinn schweigen sich die meisten Unternehmen aus. Ausnahme ist Peninsula Hotels, deren 2005 gegr&#252;ndetes Tochterunternehmen <a href="http://www.peninsulaboutique.com/hkindex.php">Peninsula Merchandising Limited</a> im vergangenen Jahr einen Umsatz von stattlichen 76 Millionen US-Dollar erwirtschaftet hat. Die Hotelgruppe spricht von einem „sehr erfolgreichen Marketingfaktor“ und baut das Nischengesch&#228;ft gezielt aus. Neben dem eigenen online-Shop gibt es insgesamt 19 Ladengesch&#228;fte als „Pensinsula Boutique“ &#8211; teils in den Hotels, teils in Shopping-Malls. Neben Schokolade, Pralinen, Marmelade, Tee und Kaffee werden dort auch die Beauty-Produkte der hauseigenen Lifestyle-Linie „Peninsula Wellness“ verkauft.</p>
<p>Allein in der Hotelboutique des Flaggschiffs der Gruppe in Hongkong gehen unterdessen pro Tag 33 Kilo hausgemachter Schokolade mit Hotel-Branding &#252;ber den Ladentisch. Das entspricht 12.000 Kilo im Jahr: kein schlechtes Zusatzgesch&#228;ft.</p>
<p>Helge Sobik © 2009 &#8212;dieser Beitrag ist urheberrechtlich gesch&#252;tzt&#8212;</p>
<address>Bildnachweis: Peninsula Merchandsing Limited, Hyatt at Home, Jumeirah Collection</address>
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		<title>Dritte Z&#228;hne im Zimmersafe</title>
		<link>http://www.hotel-blog.de/allgemein/dritte-zaehne-im-zimmersafe/</link>
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		<pubDate>Sat, 11 Jul 2009 09:04:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helge Sobik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was alles in Hotels vergessen und wie mit Fundsachen verfahren wird Wie reagiert ein Zimmerm&#228;dchen, das nach der Abreise eines Gastes ein komplettes Gebiss auf dem Nachttisch vorfindet? Sie schluckt. Sie zieht Plastikhandschuhe an. Und sie tr&#228;gt es ins Fundb&#252;ro des Hotels, wo es mit einer Nummer versehen, im Computer registriert und im Wert klassifiziert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;"><strong><br />
</strong></div>
<p><strong>Was alles in Hotels vergessen und wie mit Fundsachen verfahren wird</strong></p>
<p>Wie reagiert ein Zimmerm&#228;dchen, das nach der Abreise eines Gastes ein komplettes Gebiss auf dem Nachttisch vorfindet? Sie schluckt. Sie zieht Plastikhandschuhe an. Und sie tr&#228;gt es ins Fundb&#252;ro des Hotels, wo es mit einer Nummer versehen, im Computer registriert und im Wert klassifiziert in ein Regal gestellt wird.</p>
<div id="attachment_1565" class="wp-caption aligncenter" style="width: 309px"><a href="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/07/332833_R_K_by_Karl-Heinz-Liebisch_pixelio.de.jpg" rel="lightbox[1560]"><img class="size-medium wp-image-1565" src="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/07/332833_R_K_by_Karl-Heinz-Liebisch_pixelio.de-299x247.jpg" alt="Nicht nur am Strand, sondern zuweilen auch im Zimmersafe eines Hotels tauchen solche kuriosen Fundst&#252;cke auf. © Karl-Heinz Liebisch  / PIXELIO." width="299" height="247" /></a><p class="wp-caption-text">Nicht nur am Strand, sondern zuweilen auch im Zimmersafe eines Hotels tauchen solche kuriosen Fundst&#252;cke auf. © Karl-Heinz Liebisch  / PIXELIO.</p></div>
<p>Dort verharren die kostbaren Dritten, bis sich der Besitzer meldet. Gibt er keinen Laut, weil ihm die Situation allzu peinlich ist oder er ohnehin plante, seine Reise mit weniger Biss fortzusetzen, verfahren Hotels unterschiedlich: In einigen H&#228;usern fallen Fundsachen nach sechs Monaten den ehrlichen Findern zu, in anderen werden die &#220;brigbleibsel vergesslicher G&#228;ste nach einem halben Jahr versteigert oder f&#252;r wohlt&#228;tige Zwecke gestiftet. Schmuck wird zumeist f&#252;r mindestens ein Jahr im Tresor aufbewahrt.</p>
<p><span id="more-1560"></span></p>
<p>Eine Verlustmeldung f&#252;r den fraglichen Zahnersatz ist nie im „<a href="http://www.starwoodhotels.com/westin/property/overview/index.html?propertyID=1105" target="_blank">Westin Grand Hotel Berlin</a>“ eingegangen. Was nach sechs Monaten aus dem Gebiss wurde, ist nicht dokumentiert &#8211; auch nicht, was mit einer zweifelhaften Gummipuppe geschah, die ein Steigenberger-Zimmerm&#228;dchen fand oder einem Affenkost&#252;m und einem Holzbein, beides Hinterlassenschaften in Novotel-Zimmern.</p>
<div id="attachment_1569" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/07/oark-hyatt-hamburg.jpg" rel="lightbox[1560]"><img class="size-medium wp-image-1569" src="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/07/oark-hyatt-hamburg-300x148.jpg" alt="Gerne wird vergessen, was vorher im Zimmer versteckt wurde: Das Gebiss im Safe, Schmuck im Gardinensaum, Hightech im Sofafutter." width="300" height="148" /></a><p class="wp-caption-text">Gerne wird vergessen, was vorher im Zimmer versteckt wurde: Das Gebiss im Safe, Schmuck im Gardinensaum, Hightech im Sofafutter.</p></div>
<p>„Die meisten G&#228;ste“, so Marion Schumacher von Ritz-Carlton-Hotels, „melden sich selbst, wenn sie etwas vergessen haben und bitten darum, den Gegenstand nachgeschickt zu bekommen. Aus Diskretionsgr&#252;nden kontaktiert das Hotel von sich aus niemanden.“ Handele es sich aber um einen Stammgast, werde ihm der vergessene Gegenstand bei seinem n&#228;chsten Aufenthalt wieder an derselben Stelle aufs Zimmer gelegt. Peinliche Situationen werden so vermieden, damit nicht etwa das Nachthemd der heimlichen Freundin durch Nachsenden an die Heimatadresse des Gastes in die H&#228;nde der Ehefrau ger&#228;t.</p>
<p>Knapp 1.700 registrierte Fundsachen durchlaufen Jahr f&#252;r Jahr allein die Asservatenkammer des „<a href="http://www.hamburg.park.hyatt.com/hyatt/hotels/index.jsp" target="_blank">Park Hyatt Hamburg</a>“ &#8211; mit seinen 252 Zimmern kein Riesenhotel.</p>
<p>Auf Reisen sind Menschen offenbar vergesslich &#8211; egal, ob sie in Ferienresorts oder in den Business-Hotels der Gro&#223;st&#228;dte absteigen. Nur bei den unfreiwilligen Hinterlassenschaften gibt es Unterschiede: Sind es in den Stadthotels vor allem Handy- oder Laptop-Kabel, so sind es in den Ferienhotels in erster Linie T-Shirts, Zahnb&#252;rsten, Wecker, Unterhemden und -hosen.</p>
<p>Erstaunlich oft vergessen G&#228;ste Eheringe im Zimmer &#8211; selten zwei, meistens nur einen. Kurioserweise vermelden viele Hotels ebenso einvernehmlich, dass seit einigen Jahren geh&#228;uft angebrochene Viagra-Schachteln zu den Fundsachen z&#228;hlen. Bei Inter-Continental Hotels erinnert man sich an einen Gast, der Geld verschiedener W&#228;hrungen im Zimmersafe verga&#223;, sich umgehend meldete und um Nachsendung der B&#252;ndel per Kurier bat &#8211; ohne die Viagra-Schachtel zu erw&#228;hnen, die ebenfalls im Safe zur&#252;ckgeblieben war.</p>
<div id="attachment_1570" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/07/357398_R_K_B_by_Ralf-Zierold_pixelio.de.jpg" rel="lightbox[1560]"><img class="size-medium wp-image-1570" src="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/07/357398_R_K_B_by_Ralf-Zierold_pixelio.de-300x200.jpg" alt="In einem Maritim Hotel wurde sogar schon mal ein Hamster vergessen - ob im Schuh oder nicht wurde nicht &#252;berliefert. © Ralf Zierold / PIXELIO." width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">In einem Maritim Hotel wurde sogar schon mal ein Hamster vergessen - ob im Schuh oder nicht wurde nicht &#252;berliefert. © Ralf Zierold / PIXELIO.</p></div>
<p>Auch verabschieden sich Reisende oft mit weniger Kleidung als sie bei der Anreise dabei hatten: Nicht selten ziehen die Zimmerm&#228;dchen des „Park Hyatt Hamburg“ nach Abreise W&#228;sche aus dem Zimmersafe. Auch sie landet in der Asservatenkammer. Gerne wird vergessen, was vorher versteckt wurde: Das Gebiss im Safe, Schmuck im Gardinensaum, Hightech im Sofafutter.</p>
<p>Bei Oberoi Hotels wei&#223; man von vereisten Kameras, die aus Minibars geborgen wurden. Bei Maritim kam bereits ein Hamster zu neuen Pflegeeltern, w&#228;hrend sich die zahlreichen Besitzer vergessener Pl&#252;schtiere zumeist sehr schnell melden. Dankbar hingegen d&#252;rfte ein Novotel-Gast sein, dem Handschellen und ein Set Peitschen sicherheitshalber nicht an die Heimatadresse geschickt wurden.</p>
<address>Helge Sobik © 2009, dieser Beitrag ist urheberrechtlich gesch&#252;tzt</address>
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<address>Bildnachweis: Hyatt Hotels &amp; Resorts, PIXELIO.</address>
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		<title>Aberglaube in Hotels: R&#228;ucherst&#228;bchen f&#252;r die Geister</title>
		<link>http://www.hotel-blog.de/reportage/aberglaube-in-hotels-raeucherstaebchen-fuer-die-geister/</link>
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		<pubDate>Sat, 18 Apr 2009 11:20:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helge Sobik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kein Kopfende nach Norden: wie internationale Hotels mit dem &#220;bersinnlichen umgehen Im Glendevon-Saal des schottischen Gleneagles-Hotels spukt es. B&#246;sartig ist der dortige Geist nicht. Sein Hauptspa&#223; besteht darin, allen K&#228;lteschauer &#252;ber den R&#252;cken zu jagen, die sich in dem Raum bewegen &#8211; und an ihn glauben. Was in Schottland kein gr&#246;&#223;eres &#220;bel ist, weil jedes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kein Kopfende nach Norden: wie internationale Hotels mit dem &#220;bersinnlichen umgehen</strong></p>
<p>Im Glendevon-Saal des schottischen <a href="http://www.gleneagles.com" target="_blank">Gleneagles-Hotels</a> spukt es. B&#246;sartig ist der dortige Geist nicht. Sein Hauptspa&#223; besteht darin, allen K&#228;lteschauer &#252;ber den R&#252;cken zu jagen, die sich in dem Raum bewegen &#8211; und an ihn glauben. Was in Schottland kein gr&#246;&#223;eres &#220;bel ist, weil jedes anst&#228;ndige <a title="Hotel" href="http://www.travelcharme.com" target="_blank">Hotel</a> mit einer Spukgeschichte aufwarten muss, kann anderswo zum Problem werden. Selbst internationale Hotels in den Business-Metropolen der Welt stellen sich mittlerweile auf Glaube und Aberglaube ihrer multinationalen G&#228;ste ein. Mit Geistern will es sich niemand verderben.</p>
<div id="attachment_1043" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/04/exterior-1.jpg" rel="lightbox[1038]"><img class="size-medium wp-image-1043" src="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/04/exterior-1-300x213.jpg" alt="Im schottischen Gleneagles-Hotel spukt es...oder? " width="300" height="213" /></a><p class="wp-caption-text">Im schottischen Gleneagles-Hotel spukt es...oder? </p></div>
<p><span id="more-1038"></span></p>
<p>Einvernehmen mit Religionsf&#252;hrern vor Ort kann nicht schaden: Bereits Monate vor der Er&#246;ffnung des „<a href="http://www.fourseasons.com/de/sayan/" target="_blank">Four Seasons Resort at Sayan</a>“ auf der Insel Bali bestimmte ein Brahmane einen von besonders guten Omen begleiteten Tag f&#252;r die notwendige Opfergabe an die Geister des Grundst&#252;cks. K&#246;rbe voller Blumen- und Fr&#252;chte-Arrangements wurden auf dem Hotel-Anwesen verteilt, zahllose R&#228;ucherst&#228;bchen entz&#252;ndet, farbiger Reis vor den G&#228;stevillen zu Ornamenten ausgebreitet, noch ehe erstmals ein Mensch dort eingezogen war. Vorbeter und Musiker intonierten Mantras. Gute Geister sollten so zum Bleiben ermuntert und in einen neuerbauten Schrein auf dem Gel&#228;nde „umgesiedelt“ werden. Ihr bevorzugter Zufluchtsbereich sind Pl&#228;tze mit besonders sch&#246;ner Aussicht, sind gewaltige Felsen und uralte Banyanb&#228;ume. Vier Stunden dauerte diese Zeremonie. Und bis heute werden solche Veranstaltungen in beiden Four Seasons-Hotels auf Bali zur Sicherheit mehrmals pro Jahr wiederholt. Das Verfahren hat sich offenbar bew&#228;hrt.</p>
<p>Zuvor hatten sich die australischen Architekten des genau mit den ortsans&#228;ssigen Priestern abgestimmt, um jahrhundertealte Geister-Zufluchtsst&#228;tten durch die Bauarbeiten nicht zu verletzten. Ein gro&#223;er Felsen beispielsweise durfte nicht –wie urspr&#252;nglich geplant- bewegt, sondern musste in den Pool eingearbeitet werden. Ein Priester hatte herausgefunden, dass unter jenem Monolithen Geister hausen&#8230; </p>
<div id="attachment_1044" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/04/ubu_025_1280x1024_watermark.jpg" rel="lightbox[1038]"><img class="size-medium wp-image-1044" src="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/04/ubu_025_1280x1024_watermark-300x240.jpg" alt="Im Four Seasons Resort at Sayan auf Bali sollen gute Geister bleiben." width="300" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Im Four Seasons Resort at Sayan auf Bali sollen gute Geister bleiben.</p></div>
<p>Internationale Hotelketten kommen oft nicht umhin, ihre Konzepte sehr genau den regionalen Eigenarten anzupassen, um auch im lokalen Markt Fu&#223; zu fassen. Was aus der Distanz Aberglaube sein mag, ist f&#252;r die Manager vor Ort gelebter Alltag. Und am kompliziertesten ist der Umgang mit Glaube und Aberglaube f&#252;r Hotelbetreiber, Architekten und Raumausstatter in Fernost.</p>
<p>Im „<a href="http://www.tokyo.park.hyatt.com" target="_blank">Park Hyatt Tokyo</a>“ achteten die sensiblen Inneneinrichter peinlich genau darauf, dass kein Kopfende eines Bettes nach Norden ausgerichtet ist. Nur Tote schlafen im Land der aufgehenden Sonne mit dem Kopf nach Norden. Dar&#252;berhinaus sollte keine Zimmernummer auf „4“ enden, denn das japanische Wort „Shi“ f&#252;r „Vier“ hat auch die Bedeutung „Tod“. Dar&#252;berhinaus wird die Zimmernummer 4219 im 42.Stock des Hotelhochhauses r&#252;cksichtsvoll &#252;bersprungen: Diese Ziffernfolge klingt im Japanischen gesprochen wie der Satz „Der Tod kommt zu mir“. </p>
<p>Hat unterdessen ein Gast im „Four Seasons“-Hotel in Singapur Probleme mit der „4“ in seiner Zimmernummer, wird ihm stets ein Raum mit der Ziffer „8“ angeboten. Der kantonesische Begriff daf&#252;r klingt wie das Wort „Gl&#252;ck“. Konkurrent Hyatt ver&#228;nderte bei der Renovierung des „Grand Hyatt Singapur“ mit hohem Kostenaufwand sogar den Winkel der Eingangst&#252;ren, die Neigung einer im weiten Bogen geschwungenen Treppe und lie&#223; einen Brunnen in der Lobby installieren, der rund um die Uhr Wasser speit: alles zugunsten eines besseren Feng Shui. „Wir tun das ebenso f&#252;r das Wohlergehens der G&#228;ste wie unserer Mitarbeiter“, wird bei Hyatt betont. </p>
<p>Der amerikanische Marriott-Konzern ging so weit, noch kurz vor der Neuer&#246;ffnung eines Hauses in Hongkong einen Feng Shui-Experten zu engagieren, der jedes Zimmer inspizierte und die Einrichtung so lange verr&#252;cken lie&#223;, bis s&#228;mtliche Kr&#228;fte ungehindert flie&#223;en konnten. Sind m&#246;glichst viele M&#246;bel mit roten oder gelben Stoffen bezogen und W&#228;nde in diesen Farben gestrichen, ist das in Hongkong von Vorteil: Rot ist die Farbe von Gl&#252;ck und Zufriedenheit; Gelb st&#246;&#223;t b&#246;se Geister ab – beides wichtige Faktoren f&#252;r das Wohlergehen der G&#228;ste. Und f&#252;r die Entscheidung, ein zweites Mal im selben Hotel abzusteigen. Hoteleinrichter m&#252;ssen solche Details st&#228;ndig im Hinterkopf behalten.</p>
<p>Bereits in der Planungsphase gro&#223;er Hotelprojekte wird vor allem in vielen Teilen Asiens genauestens darauf geachtet, keine B&#228;ume f&#228;llen zu m&#252;ssen. In jedem Baum wohnt ein Geist, und sein Wohlergehen zu beeintr&#228;chtigen, belastet die St&#228;tte mit Ungl&#252;ck. Entsprechende Vorsicht f&#252;hrte beim Bau des Pacific Place-Shopping-, B&#252;ro- und Hotelkomplexes in Hongkong dazu, dass ein riesiger Blumentopf ersonnen und mit Millionenaufwand ohne Umpflanzaktion um die Wurzeln eines alten Banyan-Baumes „montiert“ wurde. Gew&#228;chs und zugeh&#246;riger Geist sollten mitten auf dem Bauplatz erhalten und in die neue Architektur integriert werden: mit Erfolg.</p>
<p>In der Budget-Hotellerie scheint die Gratwanderung zwischen Glaube und Aberglaube leichter zu fallen. Bei den Neubauten des Accor-Konzern, der sich vor allem im unteren und mittleren Preissegment engagiert, wird bei Grundsteinlegung ein Kistchen mit einbetoniert, in dem ein Geldst&#252;ck liegt, das Gl&#252;ck und Rentabilit&#228;t herbeibeschw&#246;ren soll. Au&#223;erdem Werkzeug, damit der Bau h&#228;lt – und viele Bettfedern, damit die G&#228;ste gut schlafen und immer wiederkommen. Und was Ber&#252;hrungs&#228;ngste etwa mit Zimmernummern angeht, in denen die „13“ vorkommt: Fehlanzeige bei Accor. Der preisbewusste Gast scheint weniger Aberglaube-anf&#228;llig zu sein.</p>
<div id="attachment_1053" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/04/oberoi_lombok.jpg" rel="lightbox[1038]"><img class="size-medium wp-image-1053" title="oberoi_lombok" src="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/04/oberoi_lombok-300x205.jpg" alt="Blick vom Oberoi Lombok auf den Gunung Agung, den heiligen Berg von Bali." width="300" height="205" /></a><p class="wp-caption-text">Blick vom Oberoi Lombok auf den Gunung Agung, den heiligen Berg von Bali.</p></div>
<p>Im <a href="http://www.oberoilombok.com" target="_blank">Oberoi-Hotel</a> auf Balis Nachbarinsel Lombok will man die &#252;bersinnlichen Kr&#228;fte auf keinen Fall herausfordern: Das Resort sch&#252;tzt sich vor b&#246;sen Geistern durch zwei eigene Tempel. Trotzdem spukt es in Zimmer 114 – glaubt zumindest das Personal. Schuld daran ist der Direktor, der kurz nach Er&#246;ffnung des Hotels unangek&#252;ndigt einen n&#228;chtlichen Rundgang machte und um drei Uhr morgens aus dem gerade leerstehenden Zimmer 114 die Rezeption anrief, um zu testen, ob sich der Nachtportier korrekt melden w&#252;rde. Der sah in seinem Telefondisplay „114“ blinken, obwohl dort niemand wohnte und hauchte nur ein irritiertes „Hello“ statt des Lehrbuch-Begr&#252;&#223;ungssatzes ins Telefon. Der Chef atmete einmal vernehmlich und legte auf. Schon am n&#228;chsten Morgen machte die Legende von Spuk in 114 die Runde&#8230;</p>
<address>Helge Sobik © 2009, dieser Beitrag ist urheberrechtlich gesch&#252;tzt.</address>
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<address>Bildnachweis: Four Seasons Hotels &amp; Resorts, The Gleneagles-Hotel, Oberoir Hotels &amp; Resorts</address>
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		<title>Unverwechselbare Ideen: wie Hotels ganz besonderen Weitererz&#228;hlwert schaffen</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Mar 2009 08:28:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helge Sobik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Spa reicht nicht, ein eigenes Fitness-Center ist l&#228;ngst Pflicht, ein originell geschwungener Pool ohnehin Standard. Neue Ideen m&#252;ssen her. Immer mehr Hotels leisten sich ganz besondere Ausstattungen mit Weitererz&#228;hlwert, um ins Gespr&#228;ch zu kommen &#8211; Einrichtungen, die niemand braucht und die trotzdem Spa&#223; machen. Meistens l&#228;uft Audrey Hepburn &#252;ber die Leinwand und f&#228;llt George [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Spa reicht nicht, ein eigenes Fitness-Center ist l&#228;ngst Pflicht, ein originell geschwungener Pool ohnehin Standard. Neue Ideen m&#252;ssen her. Immer mehr Hotels leisten sich ganz besondere Ausstattungen mit Weitererz&#228;hlwert, um ins Gespr&#228;ch zu kommen &#8211; Einrichtungen, die niemand braucht und die trotzdem Spa&#223; machen.</strong></p>
<p>Meistens l&#228;uft Audrey Hepburn &#252;ber die Leinwand und f&#228;llt George Peppard in die Arme. Dazu spielt Henry Mancini seinen Song „Moon River“, und zwei Menschen dr&#252;cken sich in ihre Ledersessel, prosten sich mit Champagner zu &#8211; und lassen sich den selben Film gleich nochmal von vorne zeigen.</p>
<p>Das L&#228;stigste am Kinobesuch sind normalerweise die anderen Zuschauer. Wer ausgerechnet im Urlaub einen Film vor dessen offizieller Kinopremiere oder einen fast vergessenen Klassiker gleich nach dem Fr&#252;hst&#252;ck ohne fremde Gesellschaft sehen will, braucht ein Hotel mit privatem Kino-Salon &#8211; und eine gut gef&#252;llte Brieftasche.</p>
<div id="attachment_636" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-636" src="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/03/movietheater-300x235.jpg" alt="Das hoteleigene Kino im Londoner Hotel One Aldwych." width="300" height="235" /><p class="wp-caption-text">Das hoteleigene Kino im Londoner Hotel One Aldwych.</p></div>
<p>Bis zu 4.500 Euro kostet die Beschaffung eines Films vor dessen offiziellem Start, ab rund 300 Euro f&#252;r zwei Stunden die Anmietung des hoteleigenen Film-Theaters im Londoner Hotel „<a href="http://www.onealdwych.com/aldwych/home/onealdwych_screeningroom/screening_room.html" target="_blank">One Aldwych</a>“ in unmittelbarer N&#228;he des Covent Garden. Der „Screening Room“ hat drei&#223;ig blaue Ledersitze, einen angeschlossenen „Private Dining Room“, dazu Dolby Stereo- und THX-Sound.</p>
<p><span id="more-634"></span>Und falls dem Gast einf&#228;llt, dass er um drei Uhr morgens ins Kino will: auch kein Problem. Das Hotel wird es m&#246;glich machen, h&#228;lt eine Reihe besonders beliebter Filme bereit und kann f&#252;r kostenbewusstere Klientel via Videoprojektion auch DVDs auf der Kinoleinwand abspielen &#8211; selbst solche, die der Gast mitbringt. Unangefochtene Nr.1 in der Wunsch-Hitparade ist Hepburn-Klassiker „Fr&#252;hst&#252;ck bei Tiffany“.</p>
<p>An Wochenenden &#246;ffnet das „One Aldwych“ sein Kino zu festen Zeiten auch f&#252;r die Allgemeinheit &#8211; immer in Kombination mit einem Drei-G&#228;nge-Men&#252; im Hotelrestaurant und einem Glas Champagner, immer f&#252;r umgerechnet knapp 60 Euro pro Person. Weil die Nachfrage gut und der Imagewert hoch ist, hat auch das Schwesterhotel „Carlisle Bay“ auf Antigua ein Hotel-Kino bekommen &#8211; mit 45 Sitzen.</p>
<p>Weitererz&#228;hlwert ist dabei nicht auf ungew&#246;hnliche Einrichtungen beschr&#228;nkt. Besondere Services leisten dasselbe: So b&#252;gelt z.B. der pers&#246;nliche Butler im Hotel „Imperial“ in Wien die Tageszeitung auf. Vorteil: Danach f&#228;rbt die Druckerschw&#228;rze nicht mehr ab. Auf Wunsch gl&#228;ttet der Butler nicht nur die Nachrichten vom Tage, sondern beseitigt unmittelbar nach Ankunft die Knitterfalten aus dem gesamten Kleidungsvorat des Reisenden. Begr&#252;&#223;t werden die G&#228;ste bereits mit pers&#246;nlichen Visitenkarten, die als derzeitige Adresse das vornehme Hotel ausweisen.</p>
<div id="attachment_645" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-645" src="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/03/fortevillage1-300x252.jpg" alt="Im Leisure Land des Forte Village Resort auf Sardinien gibt es neben einer Eisbahn auch eine Kartbahn." width="300" height="252" /><p class="wp-caption-text">Im Leisure Land des Forte Village Resort auf Sardinien gibt es neben einer Eisbahn auch eine Kartbahn.</p></div>
<p>Weil es derweil sogar auf <a title="Insel Sardinien" href="http://www.travelcharme.com/regionen/sardinien.html" target="_blank">Sardinien</a> betuchte G&#228;ste gibt, die im Hochsommer nicht aufs Schlittschuhlaufen verzichten m&#246;chten, z&#228;hlt das dortige Edel-Hotel „Forte Village“ inzwischen eine <a href="http://www.fortevillageresort.com/de/sport-sardinien/leisure-land" target="_blank">Eislaufbahn</a> zu seinen Einrichtungen &#8211; 25 Meter lang, 15 breit und auf die notwendigen Minusgrade unter den Kufen herabgek&#252;hlt: Das hat Weitererz&#228;hlwert!</p>
<p>Im Ritz-Carlton in Orlando gibt es sogar eine eigene Rezeption f&#252;r Kinder, in Dubai bis vor Kurzem eine Kinder Club-Lounge, die f&#252;r die halbw&#252;chsige Klientel mit codierter Magnetkarte zug&#228;nglich war. Dort wurden den Spr&#246;sslingen spezielle Kindermen&#252;s und Pl&#228;tzchen serviert &#8211; alles bereits im &#220;bernachtungspreis eingeschlossen.</p>
<div id="attachment_650" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-650" src="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/03/explora3-300x182.jpg" alt="Sternwarte am Hotel Explora en Atacama in Chile." width="300" height="182" /><p class="wp-caption-text">Sternwarte am Hotel Explora en Atacama in Chile.</p></div>
<p>Letzter Schrei bei der Suche der Edel-Wirte nach ganz besonderen Details scheinen Hotel-Sternwarten zu sein. Das „<a href="http://www.explora.com/atacama_explorations_stargazing.php" target="_blank">Explora en Atacama</a>“ in Chile unterh&#228;lt eine unter freiem W&#252;stenhimmel und betreibt dort drei leistungsstarke Teleskope. Das Ritz-Carlton am Lake Las Vegas hat sogar f&#252;nf, die mit GPS-Satellitennavigation ausgestattet sind und stets f&#252;r jeden Blickwinkel die passende Sternenkarte mit Namen der Gestirne einblenden, sofern die bereits benannt sind. Wem das alles noch nicht reicht, der kann im Rahmen eines Packages einen Stern „verschenken“, und der Beschenkte sucht (s)einen Namen aus.</p>
<p>Kooperationspartner der Hotel-Sternwarte ist dabei das „International Star Registry“. Die Idee d&#252;rfte ein paar Jahre vorhalten und sich obendrein rechnen. Aberbillionen Sterne warten noch auf einen Namen.</p>
<p>Helge Sobik © 2009 &#8212;dieser Beitrag ist urheberrechtlich gesch&#252;tzt&#8212;</p>
<address>Bildnachweis:  Hotel One Aldwych (www.leonardo.com), Forte Village Resort Sardinia, Hotel Explora en Atacama</address>
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		<title>Iglu-Hotel: Frostige Ferien im Bett aus Eis</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 07:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helge Sobik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vom (Selbst-)Versuch, eine Nacht im Iglu 300 Kilometer n&#246;rdlich des Polarkreises zu verbringen Kann man auf eine Nacht im Iglu hinfiebern? Oder fr&#246;stelt man darauf zu? Kann es sein, dass man irgendwann zuhause vom warmen Wohnzimmer aus eine Urlaubsnacht im Quartier aus Eis gebucht und pl&#246;tzlich gar keine Lust mehr darauf hat, wenn man &#252;ber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vom (Selbst-)Versuch, eine Nacht im Iglu 300 Kilometer n&#246;rdlich des Polarkreises zu verbringen</strong></p>
<p>Kann man auf eine Nacht im Iglu hinfiebern? Oder fr&#246;stelt man darauf zu? Kann es sein, dass man irgendwann zuhause vom warmen Wohnzimmer aus eine Urlaubsnacht im Quartier aus Eis gebucht und pl&#246;tzlich gar keine Lust mehr darauf hat, wenn man &#252;ber 300 Kilometer n&#246;rdlich des Polarkreises in Finnisch-Lappland eingetroffen ist und wirklich in sein eisiges Quartier einchecken soll? Dass man sich fragt, was man sich denn nun schon wieder eingebrockt habe und insgeheim nach Ausfl&#252;chten sucht, den eigenen Plan m&#246;glichst unauff&#228;llig r&#252;ckg&#228;ngig zu machen?</p>
<div id="attachment_372" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-372" src="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/02/iglu-300x187.jpg" alt="Hotel &amp; Igloo Village Kakslauttanen" width="300" height="187" /><p class="wp-caption-text">Hotel &amp; Igloo Village Kakslauttanen</p></div>
<p>W&#228;re die Iglu-Aktion doch nur f&#252;r den Vortag vorgesehen gewesen. Da war es warm &#8211; nur minus ein Grad, v&#246;llig un&#252;blich f&#252;r einen Februartag in diesen Breiten. Nun aber kam die K&#228;lte zur&#252;ck &#8211; und h&#228;tte sie ein Gesicht, sie w&#252;rde h&#246;hnisch grinsen: Minus 21 Grad Au&#223;entemperatur zeigt das Thermometer inzwischen. Kakslauttanen liegt viereinhalb Autostunden n&#246;rdlich der finnischen Lappland-Hauptstadt Rovaniemi, eine halbe Fahrtstunde s&#252;dlich von Ivalo. Ausgerechnet dort hat Jussi Eiramo sein <a href="http://www.travel.fi/int/kakslauttanen" target="_blank">Iglu-Dorf</a> mit dem Namen <em>Hotel &amp; Igloo Village Kakslauttanen</em> er&#246;ffnet. Im Sommer vermietet der b&#228;rtige H&#252;ne Blockh&#228;user, im Winter zus&#228;tzlich selbst konstruierte Iglus. &#220;ber zwanzig Iglus baut der Wildnishotelier jedes Jahr gebaut &#8211; jeder mit Platz f&#252;r vier Personen, mit halbmeterdicken W&#228;nden aus Eis und etwa acht bis zehn Quadratmeter Grundfl&#228;che.</p>
<p><span id="more-368"></span>„Wer einen Iglu bucht“, sagt Eiramo, „der tut das f&#252;r eine Nacht und erf&#252;llt sich damit einen Kindheitstraum. Niemand verbringt die ganzen Ferien im Eis-Quartier.“ Vor allem Japaner seien ganz hei&#223; auf die K&#228;lte. Dar&#252;berhinaus kommen die G&#228;ste aus Mittel- und S&#252;deuropa, sogar aus Dubai, aus Australien, Argentinien und China. &#220;ber 100 Euro pro Person kostet die Nacht im Iglu &#8211; Fr&#252;hst&#252;ck inklusive, viel hei&#223;er Kaffee ebenfalls. Bis Anfang Mai ist sein Eis-Dorf ge&#246;ffnet. Danach holt sich der Fr&#252;hling die verg&#228;nglichen Bauten.</p>
<div id="attachment_371" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.kakslauttanen.fi/multimedia/kakslauttanen.htm"><img class="size-medium wp-image-371" src="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/02/map_kakslauttanen-300x212.jpg" alt="map_kakslauttanen" width="300" height="212" /></a><p class="wp-caption-text">&#220;bersichtskarte vom Hotel &amp; Igloo Village Kakslauttanen. Eine Multimedia-Karte steht online auch bereit.</p></div>
<p>Allj&#228;hrlich Ende November beginnen die Bauarbeiten. Aus Flusswasser gewonnener Kunstschnee wird mit Hochdruck auf ein kuppelf&#246;rmiges Aluminium-Fertigh&#228;uschen gespritzt. Sechs Stunden sp&#228;ter tr&#228;gt die Substanz, so dass dann die Blech-Schablone von einem Traktor unter dem Schnee herausgezogen werden kann und der Iglu steht. Nur die Front muss dann noch angef&#252;gt werden. „Kunstschnee ist deutlich wasserreicher als herk&#246;mmlicher Schnee und deshalb um ein Vielfaches stabiler“, erkl&#228;rt Eiramo. „Du kannst mit einem Motorschlitten &#252;ber unsere Iglus donnern, und nichts wird geschehen.</p>
<p>Selbst Stromleitungen haben Eiramo und seine Mitstreiter in die bl&#228;ulich-wei&#223;e Masse eingegossen, um <a title="Halogenlampen" href="http://www.leuchtenzentrale.de/Halogenlampen/416">Halogen-Lampen</a> ins blankpolierte Eis der Nachttischchen im Iglu einlassen zu k&#246;nnen. Nur die anderthalb Meter hohen T&#252;ren sind aus Holz, und &#252;ber den Betten prangen kleine bunte Wandteppiche, um fr&#246;hliche Farben ins Wei&#223; zu bringen.<br />
Die Nachtlager sind ebenfalls aus Kunstschnee, in dessen oberste Schicht eine K&#228;lteschutzmatte aus Spezialplastik eingelegt ist. Eine d&#252;nne Matratze ist mit Rentierfellen bedeckt, auf denen wiederum Lammhaardecken ausgebreitet sind.</p>
<div id="attachment_375" class="wp-caption aligncenter" style="width: 321px"><img class="size-medium wp-image-375" src="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/02/glass_iglu_ionnen1-300x189.jpg" alt="glass_iglu_ionnen1" width="311" height="196" /><p class="wp-caption-text">Toller Ausblick aus dem Glas-Iglu in die eisige Nacht.</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p>Am Nachmittag noch hatten die Iglu-Mieter der kommenden Nacht ihre Quartiere inspiziert, deren Innentemperatur zwischen minus drei und minus sechs Grad schwanken kann, nicht aber darunter f&#228;llt. Im Thermoanzug haben sie probegelegen, dabei Spa&#223; gehabt, gelacht, gewitzelt &#8211; und sich insgeheim gefragt, ob sie sich wirklich f&#252;r die ganze Nacht darauf einlassen sollten, haben im Geiste erste Ausreden vor sich selbst erwogen und Fluchtm&#246;glichkeiten gecheckt. Ein paar Lagen T-Shirts, Schal, Sicherheitsschal, Reserve-Sicherheitsschal, Wollsocken, Extra-Wollsocken, Reserve-Extra-Wollsocken: Hektisch rennen die Iglu-Crews jetzt im Schnee hin und her, legen Spurts ein, h&#252;pfen, machen ein paar Minuten lang dick vermummt Turn&#252;bungen im Freien, heizen den K&#246;rper nochmal richtig auf und krabbeln sofort danach in den Daunenschlafsack. So hatte Eiramo es ihnen geraten, um besonders gut gegen das Ausk&#252;hlen vorzubeugen. Beim Betreten des Eisquartiers beschl&#228;gt die Brille. Der Schleier ist Beweis f&#252;r den 15-Grad-Temperatursprung von minus 21 Grad Au&#223;entemperatur auf frostigwarme minus sechs Grad im Iglu. Der Kopf ist in eine Sturmhaube gezw&#228;ngt, wie sie sonst zur Dienst-Kluft von Bankr&#228;ubern geh&#246;rt: eine bis zum Hals heruntergezogene M&#252;tze mit Schlitzen f&#252;r Lippen, Nase, Augen. Der Daunenschlafsack ist stramm zugezogen, die Kapuze &#252;ber den Kopf geklappt.</p>
<div id="attachment_384" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-384" src="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/02/iglu-schlafen-300x192.jpg" alt="So richtig nett wirds nur im Iglu-Bett...bei -6 Grad geradezu kuschelig!" width="300" height="192" /><p class="wp-caption-text">So richtig nett wirds nur im Iglu-Bett...bei -6 Grad geradezu kuschelig!</p></div>
<p>Wer eben noch m&#252;de war, ist pl&#246;tzlich wieder wach, lauscht auf Ger&#228;usche, horcht, ob der Schnee knirscht, das Eis kr&#228;chzt, ob Tropfen von der Decke herabtrommeln, spitzt die Ohren und merkt, dass es nichts zu h&#246;ren gibt. Ein geheimnisvoll bl&#228;ulicher Schein des Lichts aus dem Hof dringt durch die Eisw&#228;nde als w&#252;rde man in einer trockenen Glasglocke unter Wasser wohnen und durch die Zimmerw&#228;nde in die Fluten schauen k&#246;nnen. Nach und nach melden Arme, Beine, Nasenspitze und Nieren ans Gehirn: „alle noch vorhanden, Durchblutung okay“. Zehen und Finger geben ebenfalls Vollz&#228;hligkeit an die Zentrale durch. Der Kopf beschlie&#223;t, das Winterschlaf-Programm zu fahren: blo&#223; nicht bewegen, keine Energieverluste riskieren, embryonale Haltung im Schlafsack unver&#228;ndert beibehalten, kurz darauf wieder Rundruf an Organe und Gliedma&#223;en, Abfrage, ob immer noch alle am Leben sind, alle paar Minuten erneute k&#246;rperweite Umfrage. Nach einer Stunde kehrt die M&#252;digkeit zur&#252;ck &#8211; weil der Kopf eingesehen hat, dass keine Gefahr besteht: Die K&#228;lte dringt nicht bis in den Schlafsack, bringt nicht den Tod, und es spricht nichts mehr dagegen, endlich einzuschlafen.</p>
<p>Irgendwann meldet sich die Blase und m&#246;chte das beheizte Klohaus testen. Die Brillengl&#228;ser sind mit einer d&#252;nnen Eisschicht &#252;berzogen, die Armbanduhr zeigt v&#246;llig unerwartet bereits halb neun Uhr morgens, und in einer Stunde wird die Sonne in Lappland aufgehen. Durchgeschlafen im Eis, Zeit zum Aufstehen: Experiment gegl&#252;ckt, Iglu-Urlaub &#252;berlebt! Eigentlich war es sogar gem&#252;tlich. Und spannend. Gar nicht schlimm. Eine echte Herausforderung. Ein seit Kindertagen getr&#228;umtes Abenteuer. Eine Erfahrung sowieso. Und echt<em> cool</em> nat&#252;rlich.</p>
<p>Hotel-Blog Autor Helge Sobik © 2009 &#8212;dieser Beitrag ist urheberrechtlich gesch&#252;tzt&#8212;</p>
<p>Mehr Infos unter:</p>
<p>http://www.travel.fi/int/kakslauttanen und</p>
<p><a href="http://www.kakslauttanen.fi/">http://www.kakslauttanen.fi/</a></p>
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		<title>Hoteltest: Mit Schlapphut und Hawaiihemd</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 08:17:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helge Sobik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[M&#246;glichst gut getarnt: immer mehr Hoteliers setzten anonyme Tester ein Irgendetwas muss diesmal schief gelaufen sein: Vier Dutzend Kellner mit wei&#223;en Handschuhen stehen am roten Teppich Spalier, Blumen-Deko s&#228;umt das Portal. Der Hoteldirektor hat sein Sonntagsstrahlen aufgesetzt und st&#252;rzt aufgeregt dem &#228;lteren Herren entgegen, der gerade etwas irritiert in der Hotelvorfahrt aus seiner Limousine klettert, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>M&#246;glichst gut getarnt: immer mehr Hoteliers setzten anonyme Tester ein</strong></p>
<p>Irgendetwas muss diesmal schief gelaufen sein: Vier Dutzend Kellner mit wei&#223;en Handschuhen stehen am roten Teppich Spalier, Blumen-Deko s&#228;umt das Portal. Der Hoteldirektor hat sein Sonntagsstrahlen aufgesetzt und st&#252;rzt aufgeregt dem &#228;lteren Herren entgegen, der gerade etwas irritiert in der Hotelvorfahrt aus seiner Limousine klettert, und die versammelte Kellnerschar steht stramm: Ankunft eines Hoteltesters bei einem F&#252;nf-Sterne-Haus von „Leading Hotels“ in China, der viel lieber unerkannt geblieben w&#228;re. Offenbar hat es mit Geheimhaltung und Anonymit&#228;t nicht so recht geklappt, und ganz sicher wollte der Direktor nur den besten Eindruck hinterlassen. Tats&#228;chlich hat der Vorfall dazu gef&#252;hrt, dass die Inspektoren von <a title="Leading Hotels of the World" href="http://www.lhw.com/" target="_blank">Leading Hotels</a> seitdem wesentlich geheimer reisen&#8230;</p>
<div id="attachment_44" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.sat1.at/ratgeber_magazine/allestester/videos/content/27252/" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-44 " title="Hoteltester bei der Arbeit" src="http://www.hotel-blog.de/wp-content/uploads/2009/01/hoteltester-300x224.jpg" alt="Hoteltester bei der Arbeit" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Nicht immer ist es so schlimm: Alte Bettlaken, Schimmel im K&#252;hlschrank. Die Hoteltester decken gravierende M&#228;ngel auf. (c) Sat.1</p></div>
<p>Immer mehr Hotels in aller Welt lassen sich inzwischen zumeist zweimal im Jahr von Hoteltestern &#252;berpr&#252;fen. Das macht nur Sinn, wenn niemand vorgewarnt ist.</p>
<p><span id="more-38"></span></p>
<p>Dabei wechseln die zumeist m&#228;nnlichen Kontrolleure ihre Identit&#228;ten so oft wie manch ein Geheimagent, reisen mal im dunklen Anzug, mal im Hawaiihemd, gaukeln mal die Gesch&#228;ftsreisenden-, mal die Urlauberperspektive vor, bleiben meist zwei, nie l&#228;nger als drei N&#228;chte und f&#252;llen w&#228;hrend des Aufenthalts bis zu 1.500 Punkte umfassende Checklisten akribisch genau aus.</p>
<p>„Wir checken immer unter falschem Namen ein“, erz&#228;hlt <a title="Kadner Hotel Consulting" href="http://www.kadner-hotelconsulting.de/" target="_blank">Karl Kadner</a>, der ein Team aus Hoteltestern f&#252;hrt. „Das funktioniert &#252;berall dort, wo kein Pass vorgelegt werden muss. Dar&#252;berhinaus f&#252;hren wir ganz genau Buch, wer von uns wann unter welchem Namen und mit welchem Fahrzeug schon mal im entsprechenden Hotel abgestiegen ist. Was die Camouflage angeht, ist alles denkbar &#8211; au&#223;er der angeklebte Schn&#228;uzer: Drei- oder F&#252;nf-Tage-Bart, Brille, K&#228;ppi und Kleidung ver&#228;ndern bereits stark. Sollte ein Tester dennoch das Gef&#252;hl haben, aufgeflogen zu sein, checkt er verfr&#252;ht aus. Und nach M&#246;glichkeit noch am selben Tag reist eine andere Person an und beginnt den Test aufs Neue.“</p>
<p>Tats&#228;chlich fliegen verkappte professionelle Tester nahezu nie auf, und nichtmal der Direktor wird zuvor &#252;ber den Besuch informiert. Erst beim Auschecken gibt sich der „Mystery Guest“ zu erkennen und trifft sich mit der F&#252;hrungsriege des jeweiligen Hotels zu einem ersten Gespr&#228;ch &#252;ber seine Eindr&#252;cke und Testergebnisse. Sein schriftliches Gutachten -bis zu 150 Seiten stark- reicht er wenig sp&#228;ter nach.</p>
<p>Zwischen 1.800 und 5.000 Dollar kostet so eine Expertise im Bereich der internationalen Vier- und F&#252;nf-Sterne-Hotellerie meist &#8211; Auswertung und Abschlussbesprechung inklusive, w&#228;hrend s&#228;mtliche Reisespesen des „Mystery Guest“ extra gehen. Als Tester verpflichtet werden meist renommierte Beratungsunternehmen, die sich auf dieses Gesch&#228;ft spezialisiert haben &#8211; unter ihren Mitarbeitern oft ehemalige Hoteldirektoren. Als Neuling oder gar als Quereinsteiger in diesem Bereich Fu&#223; zu fassen, ist schwierig: Gesch&#228;ftsbeziehungen sind vielfach &#252;ber Jahre gewachsen und beruhen auf einem besonderen Vertrauensverh&#228;ltnis. Sie leben von der Diskretion. Jeder einzelne Tester muss einschl&#228;gige Qualifikation mitbringen: „Er muss auf eine fundierte Hotelausbildung und/oder einen langen Erfahrungsschatz in der Hotellerie zur&#252;ckblicken und sollte mindestens drei bis f&#252;nf Jahre wiederum zumindest auf Abteilungsleiterebene im Hotel gearbeitet haben“, findet Karl Kadner. „Er braucht ein sehr gutes Verst&#228;ndnis f&#252;r Produkt- und Dienstleistungsqualit&#228;t, gute Beobachtungsgabe und das Talente, die Eindr&#252;cke richtig zu Papier zu bringen.“</p>
<p>Auch die Reservierungszentralen werden mehrmals im Jahr von Test-Anrufern detailliert unter die Lupe genommen. Am Ende steht immer eine haarkleine Auswertung mit Erarbeitung konkreter Verbesserungsm&#246;glichkeiten. Derselben Philosophie folgt Kadner: „Bei unseren Ergebnissen geht es um konstruktive Kritik ohne verletztendes Beiwerk. Es geht dabei nicht um Schlagzeilen, sondern um Produktverbesserungen. Wir erlauben uns nicht, rei&#223;erisch zu sein, sondern sind sehr sachlich &#8211; und dabei v&#246;llig ungeschminkt. Alle unsere Tester sind aus der Hotellerie, haben solche <a title="Quality Checks bei den Travel Charme Hotels &amp; Resorts" href="http://www.travelcharme.com/service/quality/quality-checks.html" target="_blank">Quality Audits</a> schon in umgekehrter Rollenverteilung erlebt und wissen, dass es der Sache nichts bringt, pers&#246;nlich zu werden.“</p>
<p>Originell wird es, wenn ein vermeintlicher Hotel-Inspektor enttarnt wird &#8211; so geschehen vor einiger Zeit im Restaurant eines Steigenberger-Hauses: Der Kellner glaubte, in einem Gast einen Tester wiedererkannt zu haben, informierte hinter vorgehaltener Hand Koch und Kollegen und lief zur Hochform auf. Der Gast genoss die entgegengebrachte F&#252;rsorge sichtlich. Der tats&#228;chliche Tester sa&#223; w&#228;hrenddessen unbemerkt, aber sehr am&#252;siert am Nebentisch, machte sich Notizen und setzte seinen Restaurant-Check fort&#8230;</p>
<p>Text: Helge Sobik © 2009, dieser Beitrag ist urheberrechtlich gesch&#252;tzt</p>
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