Welche Wirtschaftskrise? Obama treibt Preise in Luxushotels in die Höhe.

Heute findet in Washington D.C. die Amtseinführung des designierten US-Präsidenten Barack Obama statt. Es wird die größte Party der Welt: Laut Focus Online wollen über vier Millionen Menschen zur Amtseinführung des neuen US-Präsidenten vors Kapitol ziehen. Die Stadt rechnet mit einem Chaos.

Für die Hotels, die in der Nähe des Kapitols liegen, ist dieser 20. Januar ein Freudenfest. Denn die Preise sind im Vorfeld mit jedem Tag gestiegen. 15.000 Dollar kostet eine Suite im Four Seasons Hotel, wobei man mindestens für fünf Nächte buchen muss. Im Marriott direkt an der Pennsylvania Avenue kann man gleich 300 Räume für eine Million Dollar mieten. Ob Hotels ein «Inaugural Package» anbieten oder nicht: Die meisten sind für Ende Januar schon ausgebucht.

Obama ante portas:  Washington D.C. ist bereit (Spiegel.de)

VIDEO: Obama ante portas: Washington D.C. ist bereit (Spiegel.de)

Das Ritz-Carlton Hotel in Georgetown bietet einen Ausweg für alle, die keine regulären Eintrittskarten für die heutige Zeremonie mehr erhalten haben: Das spezielles “Inauguration package” ist für schlappe 99.000 Dollar zu haben und beinhaltet unter anderem:

  • 4 Übernachtungen in einer Luxus-Suite
  • ein Chauffeur mit Limousine in ständiger Bereitschaft
  • Abendkleid und Smoking von “Saks Fifth Avenue” für den Inaugurationsball
  • Styling und Outfit durch einen Stylisten des Fifth Avenue Club und einen Saks Fifth Avenue Fashion Director
  • Ein Saks Fifth Avenue “Fashion Concierge” steht während des gesamten Aufenthaltes rund um die Uhr zur Verfügung
  • 2 Sitzplätze in der ersten Reihe bei der Parade zur Amtseinführung
  • 2 Tickets zu einem der offiziellen Amtseinführungs-Bälle, auf dem Obama und Ehefrau Michelle tanzen werden
  • Private dinner für zwei Personen in der Suite oder im Restaurant, speziell zubereited durch Küchenchef Eric Ripert

Nach Aussagen des Hotels wurde das Package tatsächlich verkauft. (hier)

The Ritz-Carlton Georgetown, Washington D.C.

The Ritz-Carlton Georgetown, Washington D.C.

Weiterhin berichtet Focus Online vom Geschäftssinn der Washingtoner Hausbesitzer. Sie bieten den Besuchern Zimmer, Kellerräume, Appartements oder ganze Häuser zum Mieten an. Der Durchschnittspreis soll bei 3000 Dollar und mehr für ein Bett pro Nacht liegen. Andere eröffnen in ihren Gärten Campingplätze gegen Bezahlung und verlangen bis zu 500 Dollar pro Person.

Betrachtet man den Ansturm auf die Tickets zur Inauguration, scheint die aktuelle Krise fast vergessen. So könnte der Gewinner der Präsidentschaftswahl, Barack Obama, das erste US-Staatsoberhaupt werden, der es schafft, durch das bloße Heben der rechten Hand und den Schwur auf die Bibel, die wirtschaftliche Lage der Nation zu verbessern.

Ähnliche Artikel

Tags: , , , , , , , , ,  

Eine Antwort zu “Welche Wirtschaftskrise? Obama treibt Preise in Luxushotels in die Höhe.”

  1. Gravatar von Dominik Sobotka

    Dominik Sobotka sagt:


    Auch die kenianische Tourismusindustrie, noch immer angeschlagen vom Ausbleiben der Besucher nach dem gewalttätigen Wahlausgang Ende 2007, hofft nun auf den Obama-Effekt. So wird der Regionalflughafen Kisumu ausgebaut; die Regierung hat die Straße nach Kogelo geteert, und ein Obama-Kulturzentrum soll dort Ende des Jahres eröffnet werden.

    Doch selbst eine Obama-Euphorie hat Schattenseiten: Eine kenianische Regierungsdelegation reiste auf Staatskosten nach Washington, um an einer inoffiziellen Vereidigungsparty teilzunehmen – nur wenige Tage, nachdem Präsident Mwai Kibaki einen nationalen Nahrungsmittel-Notstand erklärt und die internationale Gemeinschaft um 320 Millionen Euro gebeten hatte. Diesen bitteren Beigeschmack kann kein „president“ wegspülen. Mehr dazu unter:
    http://www.domradio.de/aktuell/artikel_49774.html

Hinterlassen Sie ein Kommentar


©2010 Hotel-Blog.de
Home | Verzeichnis | Impressum | Sitemap