Schweinegrippe: Hotels als Quarantänestationen
Als ich den Artikel in der Berliner Morgenpost zum ersten Mal las, dachte ich an einen Scherz. Doch offensichtlich ist die Idee Ernst gemeint und wird bereits seitens des Gesundheitsamtes Mitte diskutiert.
Es geht einmal mehr um das leidige Thema Schweinegrippe und die Forderung lautet, Hotels als Quarantäne-Station bereitzuhalten. Für alle Fälle sozusagen und das auch nur während der Leichtathletik-WM.

Stichwort Schweinegrippe: In Berlin wird derzeit diskutiert, Hotelzimmer als Quarantänestationen bereitzuhalten.
Dabei ist die Idee gar nicht mal so abwegig, denn schließlich sind mehr als 80 Prozent der Sportlerinnen und Sportler im Bezirk Mitte untergebracht und würden im Fall einer Ansteckung ein Risiko für Team-Mitglieder aber auch für Touristen darstellen:
Die Bürgermeisterin von Charlottenburg-Wilmersdorf, Monika Thiemen, plädiert dafür, freie Hotels als Quarantäne-Stationen einzurichten, wenn die Infizierten aus ihren Unterkünften auschecken müssen. Bisher gab es Planungen, die Infizierten in Krankenhäusern unterzubringen. „Wir werden als Bezirk an die Senatsverwaltung herantreten, um im Notfall Hotel-Quartiere für erkrankte Touristen einzurichten, die nicht in ihr Heimatland zurückreisen können.“
Ob diese Idee jedoch a) notwendig und vor allem b) finanzierbar ist, steht in den Sternen. Denn die Vorstellung, dass der Berliner Senat im Vorfeld Hotelbetten reserviert und bezahlt, die nur für den Fall der Fälle bereitstehen, ist wahrlich grotesk.
Und so dürfte es sich am Ende um ein geradezu Shakespear´sches Phänomen handeln: Viel Lärm um nichts.
Tags: Berlin, Hotel, hotels, Quarantäne, Schweinegrippe
Mister Wong
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