Manche mögens besonders heiß – Favela-Hotels in Rio de Janeiro
Von Sylvia Bach
„Pass auf dich auf, Kind!“ Kaum ein Fernreisender, der dies noch nicht von seinen Eltern gehört hat. Und doch haben die besorgten Daheimgebliebenen manchmal gar nicht so unrecht – vor allem, wenn das Ziel Rio de Janeiro heißt. Und ist der Reisende dann noch besonders abenteuerlustig, übernachtet er besonders trendy in einem der Favela-Hotels.
Den Favelas vor den Toren und auf den Hügeln Rio de Janeiros eilt ein zwielichtig Ruf voraus. Sie boten und bieten teilweise immer noch Kriminellen und anderem lichtscheuen Volk Schutz und Unterkunft.
Laut Wikipedia werden mit Favela „die besonders in Randlagen der großen Städte Brasiliens liegenden Armenviertel bezeichnet. Es handelt sich um informelle Siedlungen, bei denen die Bewohner nicht über legalen Grundbesitz verfügen.“
Wo sich früher angeblich Rios untreue Männer zur „besonderen Entspannung“ gegen Bezahlung mit den „besonderen Damen“ trafen, da treffen sich heute Touristen aus aller Welt. Denn neben dem besonderen historischen Ambiente der einst so verruchten Hotels, wartet oft ein imposanter Ausblick auf die 12-Millionen-Metropole.
Die Zeiten haben sich geändert. So hat man im Rio-nahen Örtchen Santa Teresa das Gebäude, das Die Zeit einst als „Hotel der Treulosen“ bezeichnete, in ein wahres Luxusressort verwandelt. Zu stolzen Preisen von 230 Euro pro Zimmer und Nacht und aufwärts, können im Hotel Santa Teresa die verwöhnteren Abenteurer ein exquisites Nachtlager finden.
Es geht aber auch deutlich billiger und trotzdem stilecht mit Blick auf den Zuckerhut. So hat man von der Dachterrasse des Pousada Favelinha – dem nach eigenen Angaben „1. Favela Hostel in Rio de Janeiros“ einen atemberaubenden Blick auf die Stadt und den Zuckerhut. Und das zu günstigen Preisen – Das Doppelzimmer kostet hier 21 Euro die Nacht. Eröffnung war an Silvester 2004.
Weiter im Text heißt es, das Hostel Favelinha liege in bei “Laranjeiras/Santa Teresa und somit in der am schönsten gelegenen und ruhigsten Favela der Stadt. So ermöglicht es Rucksack-Touristen und Abenteuerlustigen aus aller Welt, besonders preiswert mitten in Rio zu wohnen und nebenher die freundliche Lebensart einer absolut sicheren Favela mitzuerleben”. Absolut sicher liegt sicherlich auch in der Sicht des Betrachters. Auf jeden Fall aber ist die sagenhafte Aussicht über Rio inklusive.
Fotos: Wikipedia, Hostel Favelinha, Hotel Santa Teresa
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Tags: Brasilien, Favela, Hostel Pousada Favelinha, Hotel Santa Teresa, Rio de Janeiro




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Holthaus-Vehse sagt:
Der Blick vom Pool des Hotel Santa Teresa ist ja ein Traum. Vielleicht wird dies unser nächstes Urlaubsziel. Vielen Dank für den Tip
21. November 2009 um 17:48Rio De Janeiro Hostels - Book a Cheap Hostel in Rio De Janeiro, Brazil sagt:
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24. Dezember 2009 um 09:45