Kurios: Delfine im Hotel-Pool
Sache gibt´s, die gibt´s nicht! Dieser Satz ist mir spontan eingefallen, als ich die Meldung über das türkische Hotel in der Nähe von Fethiye las. Im kleinen Ort Hisarönü unweit von Antalya werden Delfine tatsächlich im Swimmingpool gehalten. Und zwar, um Delfinschwimmen zu ermöglichen.
Die Geschichte findet sich unter anderem bei Tourexpi, wonach die Meeressäugetiere in einem 11 mal 22 Meter (und 4,5 Meter tief) untergebracht wurden.

Delfin in freier Wildbahn - im türkischen Hisarönü werden die Meeressäuger indes in einem Hotelpool gehalten.
Erstaunlicherweise bedurfte es erst einer Protestaktion via Facebook, um die tierquälerische “Aufbewahrung” zu stoppen. Seitens des Hotelbesitzers, Alexander Kusnetsow, sei dies jedoch zu verschmerzen. Seine Argumentation: Hisarönü braucht eine solche Attraktion, um Touristen zu binden und anzuziehen.
Wer sich dem Protest anschließen möchte, der findet unter dem entsprechenden Facebook -Account die Möglichkeit des Protestes. Dort erfahren wir dann auch, dass die Delfine auf die Namen Micha und Tom hören und es besteht die Möglichkeit, bei der türkischen Regierung (oder Provinzregierung?) Protest einzureichen.
Alles in allem eine kuriose Geschichte, die hoffentlich bald beendet wird.
Foto: Wikipedia
P.S: Wir hatten im Hotel Blog schon mal über Delfine in Hotels berichtet.
Tags: Fethiye, Hisarönü, Hotel, Türkei
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Samet sagt:
Unweit von Antalya?
Wenn Sie 5 Std Fahrt als “unweit” bezeichnen….
23. Juni 2010 um 10:23walteranamur sagt:
Die İnfo aus tourexpi muss korrigiert werden. Die Aussenmasse sind korrekt, doch wurde der Pool eigens gebaut und zwar 4,5 Meter tief. Dies nur der Korrektheit halber. Trotzdem ist dies ein Skandal, denn internationale Standards verlangen eine Flaech von mindestens 800m2 und 5 Metern Tiefe. Das ergibt also 4000m2 Wasser und nicht knapp 1000m3, wie in diesem Falle.
http://www.facebook.com/#!/group.php?gid=358308272654&ref=ts
23. Juni 2010 um 12:56Neutral sagt:
Die Aktion mach keinen Sinn. DOPPELMORAL.
Überall auf der Welt werden Delfine in Zoos gesteckt und werden in kleinen Becken gehalten.
Also sollten alle Leute vielleicht in ihrer eigenen Region anfangen diese Delfine zu befreien. Anstatt das jetzt alle diese beiden Delfine fokussieren.
Delfine gehören generell nicht in Becken oder in Zoos. Es sei denn, es handelt sich um ein Becken der doppelten Größe eines Fußballfeldes, dann könnte ich es akzeptieren.
Dieser Aktion auf Facebook schließe ich mich jedenfalls nicht an.
27. Juni 2010 um 00:09delfine | buzzlogs sagt:
[...] Grindwale, Große Tümmler – Hunderte dieser Walarten fallen jedes Jahr …WeiterlesenJun23Kurios: Delfine im Hotel-Pool – Hotel-Blog.de (Blog)Hotel-Blog.de (Blog)Im kleinen Ort Hisarönü unweit von Antalya werden Delfine tatsächlich im [...]
27. Juni 2010 um 03:30Carsten sagt:
Ich stimme der Meinung von “Neutral” zwar zu (Delifne und Wale gehören nicht in Gefangenschaft – wiewohl man dieses Credo auch auf SÄMTLICHE Tierarten ausweiten könnte). Aber sich nicht einer Aktion anschließen wollen, nur weil es überall auf der Welt so aussieht, anstatt es positiv zu bewerten, dass dieser Fall an die Öffentlichkeit geraten ist und etwas unternommen wird, ist schlichtweg albern. Damit helfen Sie niemandem, weder den beiden konkreten Fällen, noch sonst einem in Gefangenschaft gehaltenen Tier IRGENDWO auf der Welt!
29. Juni 2010 um 15:33Nathalie Osterweil sagt:
Heute wurde folgende Meldung im Touristik aktuell-Newsletter veröffentlicht:
Ab 16. Juli bietet Öger Tours in der Türkei dauerhaft keine Ausflüge in Delfinarien mehr an. Damit reagiert der Veranstalter auf die anhaltende Kritik durch Umweltschützer, die immer wieder auf die schlechten Bedingungen für die Tiere hingewiesen hatten.
Bereits im Februar dieses Jahres hatte Öger auf Anraten des Wal- und Delfinschutz-Forums (WDSF) sämtliche Ausflüge zu Delfinarien in der Türkei aus dem Programm genommen. Die Vorwürfe der Organisation bezogen sich seinerzeit unter anderem auf die nicht artgerechte Haltung der Tiere und die schlechten hygienischen Zustände in den Delfinarien.
Nachdem insbesondere das Troy Delfinarium in Belek die Kritik aufgegriffen und mit diversen Maßnahmen die Situation für die Tiere verbessert hatte, nahm der Veranstalter die Ausflüge im April wieder ins Programm.
Nun allerdings habe man eine Grundsatzentscheidung getroffen, betont Dierk Berlinghoff von der Öger-Geschäftsleitung: „Delfine und andere Meeressäuger gehören nicht in Gefangenschaft“, lautet die Erkenntnis. Bewusst geworden sei dies dem Veranstalter auch durch die zunehmende Sensibilität der Gäste und Reisebüro-Partner. Nun hofft Berlinghoff, dass auch andere Veranstalter die Ausflüge aus dem Programm nehmen.
DAS HOFFE ICH AUCH!!!
02. Juli 2010 um 13:09Mathias Dinier sagt:
Sehr schön: Veranstalter REWE verbannt türkische Delfinarien aus den Ausflugsprogrammen. http://bit.ly/abmATJ
23. Juli 2010 um 08:23Phinni sagt:
Oh man, wie traurig. Unfassbar! Bei Geld werden menschen unmoralisch, wie dieses Beispiel zeigt. Ein hoch auf Facebook!
02. August 2010 um 18:45