Housekeeping – Traumberuf für Aufmerksame
Meist bekommt man ihn überhaupt nicht zu Gesicht und doch ist der Housekeeper eine der wichtigsten Personen im tagtäglichen Hotelbetrieb. Grund genug für die Mitteldeutsche Zeitung, einmal einem echten Housekeeper in einem Luxushotel über die Schulter zu schauen.
Es handelt sich dabei um den 24-jährigen Timo Zacher, derzeit im Wolfsburger Ritz-Carlton beschäftigt und die Einblicke in diesen doch recht unauffälligen Beruf sind wirklich interessant.
Der Frühdienst von Timo Zacher beginnt um 6.00 Uhr am Morgen. Wenn die meisten der Gäste noch tief und fest schlafen, geht er mit der Chefin der Nachtreinigung durch das Haus. «Damit die Gäste die Arbeiten nicht mitbekommen, werden die öffentlichen Bereiche wie die Lobby, das Restaurant oder der Wellnessbereich in der Nacht gereinigt», erläutert Zacher.
Erst danach werden die Zimmer verteilt und nach zwölf Regeln, die in Form einer so genannten “Credo-Karte” festgehalten sind auf Vordermann gebracht. Und wie es sich für ein Luxushotel gehört, steckt der Teufel im Detail.
So kontrolliert der Housekeeper nicht nur den Abstand der Handtücher im Bad, nicht nur die Akkuratesse der Bilder im Flur sondern sorgt auch dafür, dass das Toilettenpapier wieder in dreieckiger Form endet und der Radiowecker nicht etwa auf einen zu frühen Zeitpunkt eingestellt ist.
Damit nicht genug, denn neben dem enormen visuellen Sinn eines Housekeepers muss auch das Gedächtnis Schritt halten. Sie mögen nur grüne Gummibärchen? Dann sollte ein gutes Housekeeping genau das wissen und entsprechend umsetzen.
Die Zeiten, in denen es einfach nur um Betten machen ging, sind schon lange passé und wir als Hotelgäste können uns nur über dieses – in Deutschland – doch recht neue Berufsbild freuen.
Tags: 5-Sterne-Hotel, Beruf, Hotel, Housekeeping, Luxushotel

Mister Wong
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