Hotel Obersalzberg wird verkauft

Es ist ein Politikum allererster Güte. Denn wer im Geschichtsunterricht aufgepasst hat, der wird wissen, dass der Obersalzberg seit dem Jahr 1923 das Feriendomizil Adolf Hitlers und während der NS-Diktatur ein so genanntes Führer-Sperrgebiet” war.

Nun ist der Obersalzberg wieder im Gespräch und zwar im Rahmen des geplanten Verkaufs durch den Freistaat Bayern. Dieser hatte unlängst erst ein 50 Millionen Euro teures Hotelprojekt mitfinanziert und in den vier Jahren seit Eröffnung zusätzliche 15 Millionen Euro Verlust hinnehmen müssen.

Mittlerweile ein Politikum: Das Hotel Intercontinental auf dem Obersalzberg.

Mittlerweile ein Politikum: Das Hotel Intercontinental auf dem Obersalzberg.

Dabei handelt es sich beim Obersalzberg genau genommen um ein Interkonti doch hat die Hotelkette lediglich den Namen, den Hotelmanager sowie den Anschluß an das internationale Buchungssystem beigesteuert. Die Verluste gehen voll und ganz zu Lasten der bayerischen Landeskasse.

Das berichten die Nürnberger Nachrichten auf ihrer Webseite und zitieren dabei den Bayerischen Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU):

«Mittelfristig ist es die Herausforderung«, sagte Fahrenschon, «dass der Freistaat sich aus dem Projekt zurückzieht oder seine übergroße Beteiligung zurückfährt.« Grundsätzlich halte er für richtig, dass der Freistaat mit einem Dokumentationszentrum an die Nazizeit erinnert und gleichzeitig mit dem Hotel den Tourismus im Berchtesgadener Land unterstützt. «Das hat sich bewährt«, sagte er.

Das kann man sicher auch anders sehen, doch hat der CSU-Politiker in einem Punkt recht: Seit Zeiten der legendären Pension Moritz im 19. Jahrhundert ist der Obersalzberg ein beliebter Hotelstandort und wird es vermutlich auch in Zukunft bleiben.

Bildnachweis: Intercontinental Hotel Group

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