Hotel-Jobs: jenseits von Rezeption und Restaurant
Stellen Sie sich die folgende Situation vor: Sie treffen einen alten Freund oder eine alte Freundin auf der Straße, kommen ins Gespräch und fragen neugierig nach dem Beruf. Was stellen Sie sich darunter vor, wenn die Antwort “Ich arbeite in einem Hotel” lautet? Ich vermute mal, dass Rezeptionist, Manager, ggf. eine Tätigkeit in der Küche erwartet werden.
Doch in der heutigen Zeit stellen Hotels Jobmaschinen dar und bieten Tätigkeiten, von denen viele Menschen noch nie gehört haben. Die FAZ hat sich in ihrer Online-Ausgabe diesem Phänomen angenähert und stellt einige der Tätigkeiten vor.

Das Travel Charme Resort Grande Baia kommt (noch) ohne Reinigungstaucher und Hotelpoeten aus und verspricht dennoch jede Menge Wellness und Urlaubsvergnügen.
Da wäre zunächst ein Job, den ich mir ehrlich gesagt auch gut vorstellen könnte. Die Rede ist vom Hoteldichter. David Raeburn aus der Shakespeare-Stadt Stratford-upon-Avon verdingt sich in diesem Bereich und arbeitet unter dem Pseudonym “Judge the Poet”.
Das Ganze dient einzig und allein der Unterhaltung der Gäste im Hotelrestaurant und Judges Job ist es, Gedichte aus dem Ärmel zu schütteln und dabei Begriffe zu verwenden, die ihm die Gäste spontan zurufen. Applaus ist garantiert und durch diesen eher kuriosen aber PR-trächtigen Job ist es “Judge” bereits gelungen, an einigen Topadressen wie dem “Grand Hyatt” in Maskat oder dem “Peninsula” in Hongkong unterzukommen.
Ob man das jedoch als klassische Hoteltätigkeit ansehen kann, erscheint mir fraglich, denn vermutlich lässt sich der Dichter auch zu anderen Gelegenheiten buchen. Hinzu kommt, dass sich andere Hotels hier und da eine Band, einen Pianisten, einen Zauberer oder andere Unterhaltungsanbieter leisten.
Interessanter und origineller ist da schon der Sonnencreme-Butler. Den gibt es im Ritz-Carlton von Miami und dem professionellen Eincremer kommt mit Sicherheit seine vorherige Karriere als Model zugute. Neben dem Eincremen wird hier auch umfangreich beraten und so können die Gäste sicher gehen, stets mit dem passenden Lichtschutzfaktor ins Sonnenbad zu gehen.
Ebenfalls kurios, jedoch seit einiger Zeit bekannt, sind die unzähligen Spezial-Sommeliers. Was mit dem Wein begann, hat sich mittlerweile – je nach Region – auf Mineralwasser, Rum, Tequila, Whisk(e)y und manchen anderen Flüssigbereich ausgedehnt.
Und wenn wir schon einmal beim flüssigen Nass sind: in diesem Bereich arbeiten auch die Fensterputzer, die das gigantische Aquarium des Hotels “Atlantis the Palm” putzen. Von Innen wohlgemerkt und mit vollständiger Taucherausrüstung.
Spezielle Reinigungskräfte finden sich auch an anderen Hotelstandorten, sei es, zum Reinigen der Wasserhähne, zum Polieren der Gläser oder zum Aufpolieren der einzelnen Kristalle von Kronleuchtern wie im “Emirates Palace”.
Mehr Beispiele finden sich im zitierten Artikel doch kann ich es mir zum Schluss nicht verkneifen noch einen ebenso neuartigen, wie sympathischen neuen Job aus der Hotelbranche zu erwähnen: den des Hotelbloggers.
Tags: Beruf, Hotel, Job, Luxushotel, Tätigkeit
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PURiNO sagt:
Hehe, der Hotel eigene Eincremer ist schon ein Knaller. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass der Job nicht immer Spaß macht
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07. September 2010 um 11:16