Hotel Algarrobico – eine unendliche Geschichte
Wenn Greenpeace ein Hotel verhüllt, dann ist wohl klar, dass es sich hier um ein Politikum handelt. Und diejenigen, die häufiger das Hotel-Blog besuchen, werden sich vermutlich noch an mein Posting zum Hotel Algarrobico im spanischen Nationalpark Cabo del Gata erinnern.
Klar: trotz Verhüllung ist es in der kurzen Zeit nicht gelungen, diese gigantische Ruine inmitten eines Naturschutzgebiets abzureissen. Doch immerhin kommt nun Bewegung in die Diskussion, wie uns die Frankfurter Allgemeine in ihrer Internetausgabe verrät.
Satte 20 Etagen nebst Terrassen und geplante 411 Zimmer misst der Bau und bis zum Februar 2006 sah es auch ganz so aus, als sei Spaniens Küste um ein weiteres, konturloses Riesenhotel reicher. Dann aber kam Bezirksrichter Jesús Rivera, der den Bau für illegal erklärte und eine Lawine in Gang setzte.
Nicht nur, dass das Hotel gegen den Küstenschutz verstösst, der eine Linie von mindestens 100 Metern zwischen Strand und Neubau vorsieht, das Cabo de Gata gilt auch als Naturschutzgebiet, in dem eigentlich überhaupt nicht gebaut werden dürfte.
Mittlerweile ist klar, dass der Bau wohl abgerissen wird, wenngleich die Umweltministerin in Sevilla, Fuensanta Coves, eine lange Zeit dessen Legalität unterstrich. Die Kosten für die Beseitigung des Hotel Algarrobico dürften im dreistelligen Millionenbereich liegen und dazu kommt:
Den ursprünglichen Zustand der Landschaft könne man ohnehin nicht wiederherstellen: „Es gibt Mauern, die bis zu drei Meter tief in den Fels reichen. Wer das Hotel abreißt, muss den ganzen Berg abreißen.“
Das sagt ein Sprecher des zuständigen Bauunternehmens und so könnte es durchaus sein, dass sich Touristen noch eine Weile an dem skurrilen Gebäudeumriß erfreuen oder darüber ärgern können.
Denn an legalen Hotels herrscht in der Region keineswegs Mangel.
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Tags: Cabo de Gata, Greenpeace, Hotel Algarrobico, Ruine, Skandal, Spanien
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