Endstation Hotelzimmer: prominente Todesfälle in Hotels

Es ist schon ein wenig makaber. Da ist Whitney Houston gerade erst tot im Beverly Hills Hotel in Los Angeles aufgefunden worden und schon entwickelt sich eine regelrechte Pilgerstätte. Wie die “Bild” berichtet, wird das Zimmer 434 weiter vermietet und ist seit dem Ableben der Souldiva über Wochen ausgebucht.

375 US-Dollar kostet die Übernachtung in der Luxusherberge und seitdem die ersten Fotos im Internet kursierten, möchten Fans unbedingt die letzte Station ihres Stars besuchen.

Wurde durch den Tod der Popdiva Whitney Houston zur Pilgerstätte: das Beverly Hills Hotel Los Angeles.

Wurde durch den Tod der Popdiva Whitney Houston zur Pilgerstätte: das Beverly Hills Hotel Los Angeles.

Dabei ist Whitney Houston keineswegs die erste prominente Person, die tragisch in einem Hotelzimmer verstarb. Bereits in der Vergangenheit ist dies immer wieder geschehen, wobei zum Glück nicht jedes Hotel gleich zur Pilgerstätte wurde.

Nehmen wir aus der jüngsten Geschichte den Boney M.-Sänger Bobby Farrell, der in einem Hotel in Sankt Petersburg das Zeitliche segnete. Noch ein wenig bekannter und seinerzeit ein echter Medien-Aufreger war der Fall des damaligen schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Uwe Barschel. Dieser verstarb im Oktober 1987 unter mysteriösen Umständen im Genfer Luxushotel Beau Rivage. Dabei war Barschel noch nicht einmal die erste bekannte Person, die im Beau Rivage das Zeitliche segnete. 1898 wurde die österreichische Kaiserin Elisabeth (Sissi) auf dem Weg vom Hotel von einem Anarchisten niedergestochen und verschied in ihrem Hotelzimmer.

Ebenfalls ein tragischer Fall war der Tod des ehemaligen Radsport-Idols Marco Pantani. Dieser wurde im Februar 2004 in seinem Zimmer im Hotel “Le Rose” in Rimini gefunden. Die offizielle Todesursache war eine Überdosis Kokain. In seinen besten Zeiten gewann der “Pirat” sowohl die Tour de France und den Giro d´Italia und bleibt vor allem als großer Radsportler in Erinnerung.

Ein bekannter Musiker war indes Paul Gray. Der Bassist der Hardrock-Formation Slipknot zeigte sich in der Öffentlichkeit niemals ohne seine Maske und verstarb im Jahr 2010 in einem Hotel in Urbandale im US-Bundesstatt Iowa. Aus einer anderen Musikrichtung stammte die Blues-Legende Gary Moore. Der gebürtige Ire starb im Februar letzten Jahres in seinem Hotel in Estepona an der Costa del Sol.

Interessant ist die Vita des US-Schriftstellers und Nobelpreisträgers Eugen O´Neill. Dieser wurde am 16. Oktober 1888 in einem Hotelzimmer am New Yorker Broadway geboren und verstarb am 27. November 1953 in Raum 401 des Sheraton Hotel in Boston. So schließt sich der Kreis.

Die Liste der prominenten Tode in Hotelzimmern ist noch deutlich länger und zieht sich durch alle Jahrzehnte. Fast immer handelte es sich um Musiker, Sportler oder Schauspieler und fast immer wurde in der Berichterstattung von Drogen oder Medikamenten gesprochen. Das macht die Fälle jedoch nicht weniger traurig.

Auch, wenn die Trauer der Fans verständlich ist, frage ich mich allerdings, ob ein Hotelzimmer unbedingt der passende Ort für Trauer oder Gedenken ist. Im Fall von Whitney Houston mag dies jedoch nur eine vorübergehende Erscheinung sein und auch bei all den anderen verstorbenen Promis werden die Namen längst nur noch mit den Erinnerungen an deren gute Zeiten verbunden.

Foto: Wikipedia, gemeinfrei

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3 Antworten zu “Endstation Hotelzimmer: prominente Todesfälle in Hotels”

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  2. Gravatar von Barbara

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    Zum Glück waren bei Bobby Farrell keine Drogen oder Medikamente die Todesursache, sondern ein Herzinfarkt. Als Fan würde ich bestimmt nicht in das Hotel reisen, lieber denke ich an gute Zeiten zurück. Für die Hotels ist es sicher nicht leicht, wenn ein prominenter Gast über Nacht stirbt und dann der Rummel mit Polizei, Ermittlern, Reportern usw. losgeht.

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