First Nations Hotel Wendake – Original indianisch

Traumfänger und Federschmuck in allen Zimmern? Von wegen! Denn das allgegenwärtige Indianerklischee existiert ggf. in den Köpfen mancher Romantiker – mit der Realität des Jahres 2010 hat es nichts zu tun. Bestes Beispiel ist das “First Nations Hotel” im kanadischen Wendake, das von den Ureinwohnern  des Huronen-Wendat-Stammes betrieben wird.

Ja, die Herberge mit den 55 Zimmern wird von  echten Indianer gemanaged doch fehlen im gesamten Hotel die Indianer-Klischees. Angenehmerweise, denn so gelingt es, ein realistisches Bild der indianischen Kultur zu vermitteln.

Das First Nations Hotel Wendake wird von den Huronen-Wendat-Stammes betrieben.

Das First Nations Hotel Wendake wird von den Huronen-Wendat-Stammes betrieben.

Im Inneren findet sich indes eher Rustikales wie

erdige Wandfarben, dunkler Teppich, zwei Biberfelle auf dem Bett, das Fuchsfell an der Wand, die Lampen mit Elchmuster. Im Bad dient ein dicker Baumstamm zum Aufhängen von Handtuch und Badeutensilien.

Das berichtet der “Stern” in seiner Online-Ausgabe und natürlich werden die Gäste nicht mit einem schnöden “Hello” sondern mit dem indianischen “Kwe Kwe!” begrüßt.

Das passt auch gut in die Landschaft, denn das Hotel steht mitten im Indianer-Reservat unweit der Metropole Quebec City. Entsprechend sind auch die Hälfte der Angestellten Stammesangehörige und auch die Küche im hoteleigenen Restaurant ist indianisch.

Fisch, Meeresfrüchte aber auch vermeintliche Exoten wie Elchsteak und Hirschpastete stehen auf dem Speiseplan – als besonderes Highlight können Gäste sogar Seehundfleisch probieren.

Danach geht es dann noch zu einer der Hauptattraktionen der Region:

Im Tsawenhohi-Haus gleich nebenan lebten die “Chiefs” des Reservats – heute gibt es dort ebenfalls ein Museum über Huronen-Kunsthandwerk und bedeutende Personen Wendakes. Das “Village des Hurons” ist ein nachgebautes Huronen-Dorf wie es wohl aussah, bevor die Europäer nach Kanada kamen. Hier tragen die Guides tatsächlich Federn und Mokassins und führen die Touristen an Langhäusern und Marterpfählen vorbei.

Und so bekommen die Gäste doch noch ein wenig Indianer-Romantik, wenn auch nicht unmittelbar im Hotel.

Tags: , , , ,  

Hinterlassen Sie ein Kommentar


©2012 Hotel-Blog.de
Home | Verzeichnis | Impressum | Sitemap